Für mich wäre es ganz schlimm, wenn die Briefgäste wegkämen.
Seit 6 Jahren schreiben sich die 15-jährige Carla und die 85-Jährige Irmgard regelmäßig Briefe. Die beiden haben sich über Gemeindeschwestern plus kennengelernt, eine Organisation, die während der Corona-Krise initiiert wurde und Brieffreundschaften vermittelt. Wenn in Irmgards Briefkasten Post von Carla ankommt, denkt sie sich: „Es ist einfach schön, ach da liegt wieder was von der Carla.“
Carla berichtet in ihren Briefen über die Schule, Hobbys und ihren Alltag. Irmgard inspiriert sie, ein Tagebuch zu führen und ihre Gedanken aufzuschreiben. Aus ihren Briefen erwächst eine wechselseitige Beziehung. Der Altersunterschied der beiden ist kein Hindernis für ihr gegenseitiges Interesse:
Ich empfinde sie nicht als meine Oma, sondern als meine Freundin.
Anhand von den Briefen bekommt Irmgard mit was Carla beschäftigt und wie sie größer wird: „Mit der Zeit hat es sich so entwickelt, dass sie geschrieben hat, welche Vorstellungen sie hat, dass sie auf die Schule geht nach Winnweiler und vom Ballett erzählt.“ Carla nutzt außerdem das Medium, um ihre Handschrift zu verbessern: Ich versuche immer meine Schrift schöner zu machen, weil ich kann die fast nicht lesen. Manchmal schreib ich Schreibschrift und manchmal Druckschrift.“
Carla und Irmgards Wohnort trennen nur wenige Kilometer, weshalb sie sich auch über die Briefe hinaus regelmäßige Besuche abstatten. Aus der Brieffreundschaft ist eine richtige Freundschaft erwachsen.
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