Ich war so jung, dass ich nicht die Risiken der OP verstanden habe, deswegen hatte ich auch gar keine Angst. Meine Mutter hat mir erzählt, wie nervös sie war, während ich im OP war.
Kurz nach Lauras Geburt ist klar: sie wird in Zukunft eine Spenderleber benötigen. Ihre Leber funktioniert aufgrund einer Gallengangatresie nicht richtig. Mit drei Jahren kommt Laura auf eine Warteliste für ein Spenderorgan. Bis sie sechs Jahre alt ist, findet sich keine passende Spenderleber. Zwar wir die Familie drei Mal mit der Aussicht auf ein Spenderorgan ins Krankenhaus gerufen, doch alle drei stellen sich im Krankenhaus als ungeeignet heraus.
Erst beim vierten Anlauf kommt es zu einer erfolgreichen Transplantation. Sie ermöglicht Laura ein neues Leben. Laura erzählt: "Die meisten hätten mit meiner Krankheit nicht so lange durchgehalten." Die Identität des Spenders und der Spenderfamilie ist Laura nicht bekannt. „Ich habe Mitleid mit dem Spender. Die Person musste ihr Leben verlieren, damit ich und andere Menschen gerettet werden konnten.“
Die World Transplant Games
Eine besonders wichtige Rolle in Lauras Leben spielt schon immer der Sport. Durch ihn bietet sich dieses Jahr bei den World Transplant Games in Dresden auch eine Möglichkeit sich mit Menschen, die eine ähnliche Geschichte haben, in Kontakt zu treten und gemeinsam auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen. Sie nimmt in mehreren Leichtathletik Disziplinen und beim Tennis teil und räumt dabei so richtig ab. Insgesamt nimmt sie sechs Medaillen mit nach Hause. Aber was eigentlich zählt:
Wir alle feiern, dass wir ein zweites Leben bekommen haben.
„Wenn ich mich vergleiche mit anderen Freunden, habe ich nicht wirklich Einschränkungen außer, dass ich Tabletten nehmen und ein bisschen auf die Ernährung achten muss." Laura nimmt jeden Tag Immunsuppressiva und wird diese auch ihr Leben lang nehmen müssen, damit ihr Körper ihre Spenderleber nicht abstößt. Doch dank der Transplantation kann sie ein weitestgehend unbeschwertes Leben führen.
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