Obwohl es immens viel Aufwand war, wie wir es gebaut haben, aber unter dem Strich würde ich es genauso wieder machen.
Katharina und Anton sind Pioniere. Bereits in den 80er-Jahren gingen sie das Wagnis ein, selbst ein Holzhaus mit Wärmepumpe und passiver Sonnenenergie zu bauen. Es funktioniert nach dem Zwiebelprinzip: Treppenhaus und Wintergarten schützen die dahinter liegenden Räume vor Hitze und Kälte und sorgen für ein angenehmes Klima.
In den 1980er-Jahren war das Heizen mit einer Wärmepumpe etwas völlig Neues und noch nicht erprobt. Ob die Pumpe funktionieren würde, war für Anton und Katharina ungewiss. Doch die Investition hat sich gelohnt. – 25 Jahre hat sie gehalten und das Haus über eine Fußbodenheizung warmgehalten.
Auch zeitlich standen Anton und Katharina unter Druck: Das Fraunhofer-Institut machte in den 1980er-Jahren eine Studie über nachhaltig gebaute Häuser und wollte auch in ihrem Haus möglichst bald mit dem Messen anfangen und die Leistung der damals noch innovativen Wärmepumpe untersuchen. Nach zwei Jahren Bauzeit war das Pionier-Ökohaus fertig.
Anton ist Innenarchitekt. Er hat den Innenausbau selbst geplant und viele der hölzernen Dinge selbst gebaut. „Außerdem hatte ich das Glück, dass ich einen Neffen habe, der ausgebildeter Schreiner ist. Den habe ich eingestellt für eineinhalb Jahre, weil ich habe meinen Job normal weitergemacht und habe nur an den Wochenenden und abends am Haus gearbeitet.“
Ihr passives Solarhaus hat insgesamt ca. 750.000 DM gekostet – 500.000 DM haben sie bezahlt, die verbleibenden Baukosten von 250.000 DM haben sie in Eigenleistung erbracht. Kein Schnäppchen, aber Katharina und Anton wollten ihr Haus aus Überzeugung nach ökologischen Kriterien bauen – und würden es auf alle Fälle wieder so bauen. „Wir fühlen uns in unserem Haus richtig, richtig wohl.“
Das ganze Video über die Öko-Pioniere gibt es unter ARD Roomtour in der ARD Mediathek und auf YouTube.
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