„Die Kunden sind auch sehr oft fasziniert, wenn sie dann wissen, dass ich erst 23 bin und auch manchmal etwas skeptisch, wenn man dann schon den Meister hat. Aber wenn wir dann fertig sind mit der Sattelanpassung, sind sie meistens sehr begeistert.“
Alexandra interessiert sich schon früh für Pferde. Ihre Mutter reitet. Und vor 14 Jahren tritt dann Töfri in Alexandras Leben – ihr Islandpferd, das sie seitdem durch ihr Leben begleitet. Nach dem Abitur ist für Alexandra schnell klar, sie möchte nicht studieren, sondern etwas Handwerkliches machen – etwas, das sie auch mit ihrem Hobby verbinden kann. „Und da kam ich auf den Beruf der Sattlerin, weil das eben beides vereint.“
Ihre enge Verbundenheit zu Pferden ist für Alexandra auch für die Ausübung ihres Berufs sehr wichtig, „damit man bei einem Termin erkennen kann, ob das Pferd zufrieden ist oder etwas drückt. Und dass ich auch die Position des Reiters auf dem Pferd einordnen und am Sattel korrigieren kann.“
Alexandra ist eine von wenigen, die sich noch für diese Ausbildung entscheiden. Kaum noch Sattel werden Deutschland hergestellt – bei vier Tagen Produktionszeit, etwa 200 Arbeitsschritten sind die Produktionskosten hierzulande deutlich höher als in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten. Trotzdem macht sich Alexandra keine Sorgen um ihre berufliche Perspektive. Jeder Sattel ist für das Pferd und auch den Reiter eine Individuallösung, dafür muss Alexandra vor Ort sein, um das Pferd vermessen zu können und am Schluss auch um den Sattel anpassen zu können.
Alexandras Mission bleibt es also, Pferd und Reiter glücklich zu machen. „Für mich ist das ein gutes Gefühl, mit den Kunden zu arbeiten. Ich werde ja meistens gerufen, wenn es ein Problem mit dem Sattel gibt. Im besten Fall liegt der Sattel danach wieder gut, das Pferd fühlt sich wohl und der Kunde ist glücklich.“
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