Elvin hat es doppelt schwer: Während des Jobeinstiegs stirbt ihr Vater

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Von Autor/in Ulrike Pia Stegemann

„Als mein Vater krank wurde, war das der Hardcore-Einstieg ins Erwachsenenleben.“ (Elvin, Abteilungsleiterin International bei der IHK aus Mainz)

Elvins Berufseinstieg begann mit einem harten Schicksalsschlag: Als sie 26 Jahre alt war und gerade mit dem Studium fertig war, erkrankt ihr Vater an Krebs. „Im Studium macht man einfach sein Ding und denkt, dass es die Eltern ewig gibt. Und auf einmal bricht das alles zusammen“, erinnert sich Elvin. Vorher war sie das Nesthäkchen, doch dann wird sie immer mehr zur Versorgerin. Die heutige Führungskraft muss sich auf einmal kümmern - um die Pflege und auch finanziell aushelfen.

Verantwortung übernehmen

In dieser Zeit habe ihr die Arbeit Halt gegeben. „Das war sehr prägend: beruflich zu funktionieren und gleichzeitig zu wissen, dass ich ein Elternteil verlieren werde“, sagt Elvin, „das hat mich auch vorangebracht, was ich aber erst später verstanden habe.“ Die Verantwortung, die sie in ihrer Familie, im Privaten übernimmt, hilft ihr aber auch beruflich: „Diese Verantwortung hat mir geholfen zu verstehen, was ich an Persönlichkeit im Job mitbringen muss.“

Elvin hat schon in New York, Dubai, Brüssel und Vietnam gearbeitet. Jedes Praktikum und Traineeship hat sie weiter an ihre heutige Position bei der Industrie- und Handelskammer in Mainz gebracht. Dabei waren Elvins türkischen Wurzeln und ihre Mehrsprachigkeit ein Gewinn.

Zwei Jahre nach der Diagnose stirbt Elvins Vater an Krebs. Damals ging es Elvin schlecht, ein schrecklicher Schicksalsschlag. Ihr Beruf gibt ihr Halt. Heute weiß sie, dass sie diese Erfahrung stärker und zu der starken Frau gemacht hat, die sie heute ist.

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