Wir hatten drei Fehlgeburten. Es passiert alles in der Frau. Sie ist hauptverantwortlich dafür, dass überhaupt ein Kind auf die Welt kommen kann. Als Mann ist es genauso schwer, dass es wieder nicht geklappt hat.
Jens und seine Frau Chantal sind schon viele Jahre ein Paar und wollen früh Eltern werden. Seit Chantal Anfang 20 ist, verhüten die beiden nicht mehr. Zweimal wird sie relativ schnell schwanger, doch beide Male endet es in einer Fehlgeburt. Einige Jahre später erleidet sie auch ein drittes Mal eine Fehlgeburt. „Da muss man gucken, dass man sie auffängt, dass sie nicht zu sehr in ein Loch fällt. Man hat doppelt mit sich und mit der Frau zu tun. Deswegen ist es auch nicht so einfach, aber ich denke, wir haben das gut gemeistert“, beschreibt Jens diese Zeit.
Verschiedene medizinische Ursachen sind der Grund, warum das Paar bisher kinderlos ist. Unter anderem wurde bei Chantal das Polycystische Ovarialsyndrom, kurz PCO-Syndrom, diagnostiziert. Es ist die häufigste Hormonstörung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Aber auch Jens bekommt im Laufe der Kinderwunschbehandlung eine Diagnose: Sein Spermiogramm ist nicht optimal.
Irgendwie fühlt man sich dann nicht ganz männlich. Man traut sich nicht, darüber zu reden. Aber jetzt im Endeffekt habe ich Tipps bekommen, was ich ändern kann, dass es wieder besser wird.
Mithilfe einer Mainzer Kinderwunschklinik hat es jetzt endlich geklappt: Die beiden erwarten im März 2024 ihr gemeinsames Baby. „Die Freude ist halt das Größte an dem Ganzen. Ich freue mich extrem auf nächstes Jahr, dass wir dann endlich unser eigenes Glück haben.“
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