Grit hat sich nach einer Brustkrebserkrankung gegen den Aufbau ihrer Brust mit Silikon entschieden

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Von Autor/in Kristina Graß

„Ich wünsche mir, dass Frauen sich selbst nicht diesem Druck ausliefern, Brüste haben zu müssen, um sich vollständig und schön zu fühlen.“  

Vor fünf Jahren hat Grit die Diagnose Brustkrebs bekommen. Das Risiko, weitere Tumore zu entwickeln, war bei der 44-jährigen durch einen Gendefekt stark erhöht. Deshalb wurde ihr empfohlen, die Brüste entfernen zu lassen. Grit entschied sich für die so genannte Mastektomie, aber gegen die Rekonstruktion der Brüste mit Silikon. „Je mehr ich mich mit der Thematik auseinandergesetzt habe, umso mehr war mir eigentlich klar: Ich will das nicht. Also dieser Gedanke, Silikon im Körper zu haben, dieses wabernde Plastik auf dem Brustkorb. Das hat mir einfach Bauchschmerzen gemacht.“

Mit dieser Entscheidung ist Grit nicht allein. Jede vierte Frau mit Brustkrebs muss sich einer Mastektomie unterziehen. Dabei werden entweder eine oder beide Brüste entfernt. Nicht immer sieht das Ergebnis optisch ansprechend aus, weil die Mastektomie keine ästhetische Operation ist.

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Doch nicht alle Frauen wollen ihre Brüste rekonstruieren lassen. Denn eine Rekonstruktion birgt auch Risiken, die mit Folge-OPs verbunden sind. Trotzdem war Grits Ärztin für eine Rekonstruktion. „Meine Ärztin hat dann gesagt: ‚Sie verlangen von mir, dass ich sie verstümmele, wenn ich ihnen jetzt die Brüste abnehme in Ihrem Alter, ohne das wieder neu, schön und gesellschaftsfähig zu machen.‘“

Unter dem Motto „Selbstbewusst ohne Brust“ hat Grit einen Verein gegründet, um betroffenen Frauen zu helfen und Erfahrungen weiterzugeben, die sie damals auch gebraucht hätte.

„Ich bin mit der Entscheidung, mich gegen einen Aufbau entschieden zu haben, nach wie vor absolut glücklich. Es wäre für mich die falsche Entscheidung gewesen, meine Brüste aufbauen zu lassen.“

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