DDR-Zeitzeugin Hannelore spricht über ihre Erlebnisse

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Von Autor/in Catherine von Westernhagen

Wir wurden in der Zeit massiv beschimpft. Wir wurden auch ideologisch beeinflusst.

Hannelore ist in der DDR aufgewachsen. 1950 wird sie in einem Dorf in der Oberlausitz geboren, studiert und wird Lehrerin in Cottbus. Während sie die Verhältnisse der DDR akzeptiert und auf Besserung hofft, spricht ihr Mann schon früh davon, aus der DDR auszureisen. Als die erhoffte Modernisierung und ideologischen Veränderungen jedoch ausbleiben, entscheidet das junge Paar 1986, das Land zu verlassen. Keine leichte Aufgabe, die noch dazu mit viel Bürokratie verbunden ist.

Hannelore und ihr Mann decken einen Wahlbetrug auf

Hannelore und ihr Mann sind in Cottbus in einer Kirchen- und Umweltgruppe aktiv. Bei einer Kommunalwahl verfolgen sie die Stimmenauszählung und werden stutzig – sie decken Ungereimtheiten auf. Ihre ausgezählten Nein-Stimmen stimmen nicht mit denen überein, die durch die Stadt öffentlich gemacht werden. Vertreter der Gruppe zeigen schließlich die Stadt Cottbus wegen Wahlbetrugs an. Nach wenigen Tagen werden die Mitglieder der Gruppe, unter anderem auch Hannelore und ihr Mann, zum Stadtrat vorgeladen. Sie sollen die DDR verlassen, noch am nächsten Tag. Im Mai 1989 reisen Hannelore, ihr Mann und ihre zwei Kinder schließlich mit dem Zug, ohne Geld und ohne Pässe, aus. Zuerst kommen sie in Essen bei Freunden unter, die sie voller Warmherzigkeit aufnehmen und mit Geschenken willkommen heißen. Doch Hannelore ist unsicher: „Die Angst war da. Wie wird das neue Leben sein?“

Doch schnell lebt sich die Familie in der neuen Heimat ein. Nach Mainz kommen sie schließlich wegen des neuen Jobs ihres Mannes und finden hier ihr neues Zuhause. Heute ist die 75-Jährige als Zeitzeugin an Schulen unterwegs. Ihr ist wichtig, dass die totalitären Umstände der DDR nicht vergessen werden und die Meinungsfreiheit gestärkt und geschützt wird. Dafür will sie sich unermüdlich einsetzen.

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