Sterbeamme – Begleitung beim Thema Tod

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Von Autor/in Theresia Grunwald

Ich habe wirklich keine Berührungsängste. Es ist einfach Berufung für mich.

Ingrid aus Hamm am Rhein ist Sterbeamme. Ihre Arbeit geht weit über die eines Bestatters hinaus. Denn sie wird meist schon dann gerufen, wenn eine Person im Sterben liegt.

„Eine Hebamme holt den Menschen ins Leben und eine Sterbeamme begleitet uns quasi aus dem Leben heraus.“ Angehörige können sich an Ingrid wenden, wenn sie Angst vor dem anstehenden Tod eines geliebten Menschen haben oder der sterbenden Person professionelle Unterstützung auf ihrem letzten Weg ermöglichen wollen. Sie kommt, wann immer sie gebraucht wird. Für sie selbstverständlich: „Sterbeammen sind ausgebildet, ganz individuell, intensiv und lange zu begleiten.“ Sie hat einen guten Draht zu Menschen und ein Gespür für die richtigen Fragen. Oft konnte sie so schon letzte Konflikte oder Unausgesprochenes in Familien lösen.

Es ist ihr ein Anliegen, den Hinterbliebenen einen persönlichen und würdevollen Abschied zu bereiten. Durch besondere Rituale erleichtert sie ihnen das Begreifen und Loslassen. Und sie animiert sie dazu, selbst kreativ zu werden. „Ich habe aktuell einen Fall, bei dem ich angeregt habe, für den Toten selbst aus dem Garten ein Gesteck zu machen. Das war der Frau ganz wichtig und sie sagte, sie wäre gar nicht auf die Idee gekommen und ist so dankbar, dass sie selbst ins Tun kommt.“ Neben der emotionalen Begleitung leistet die Sterbeamme außerdem Unterstützung bei allen organisatorischen Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem Tod eines Menschen stehen: „Was mich erfüllt ist die Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird.“

Früher arbeitete Ingrid als Angestellte bei der Post. Der Tod ihres Bruders hat jedoch einiges geändert. „Da habe ich meine erste Sterbebegleitung gemacht, das hat mich so angesprochen, da habe ich gemerkt: Das war gut, da möchte ich mehr Informationen.“ Seit fast zehn Jahren arbeitet sie nun als selbstständige Sterbeamme, für vier Wochenstunden ist sie in dieser Funktion bei der Ortsgemeinde angestellt – und nicht mehr wegzudenken.

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