Man hat immer die Wahl im Leben: Gehe ich den einfachen Weg und falle in ein Loch? Oder nutze ich die Chance und nehme das Leben an? Und das habe ich gemacht.
Vor 20 Jahren leben Maren und ihr Mann Bernd ein recht normales Leben. Er ist in einer Druckerei angestellt, sie hat einen Bürojob im elterlichen Betrieb. Das Paar hat zwei Kinder, lebt in einem Haus und hat „viel Freizeit“, wie Maren lachend erzählt. Dann ändert die Geburt ihrer dritten Tochter alles. Denn Anni kommt mit einem Herzfehler zur Welt.
Das kleine Mädchen wird direkt in eine Spezialklinik geflogen. Vier Wochen kämpfen Ärzte und Eltern um sein Leben. „Es war wirklich Horror. Wir haben alles versucht, aber es war einfach nichts mehr möglich“, erinnert sich Maren. „Und dann haben mein Mann und ich entschieden, sie zu erlösen.“
Statt an dem Schicksalsschlag zu zerbrechen, feiert die Familie eine bunte Beerdigung, wächst weiter zusammen und reflektiert ihr bisheriges Leben. Dabei stellen Maren und Bernd fest, dass ihre Berufe sie nicht erfüllen. Maren kommt zu dem Schluss: „Man lebt ja nur einmal. Warum mache ich nicht das, was wirklich Spaß macht?“ Für Bernd bedeutet das: Er möchte Schweine haben – wie schon sein Onkel vor ihm.
Gesagt, getan. Eineinhalb Jahre später ziehen fünf Bunte Bentheimer ein – die „Schweinothek“ ist geboren. Maren und Bernd entscheiden sich bewusst für eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist und tragen mit ihrem Bio-Betrieb zu deren Erhalt bei. Gleichzeitig möchte Maren als Bauernhofpädagogin Kindern einen bewussten Fleischkonsum vermitteln. Denn auch wenn sie die Schweine für ihren Lebensunterhalt schlachtet, bedeuten sie ihr viel: „Die leben halt mit uns.“
Obwohl sie heute deutlich weniger Freizeit habe als früher, hat Maren die Entscheidung für den Neuanfang nie bereut: „Am meisten stolz bin ich eigentlich, was wir hier gemeistert haben. Dass wir als Familie noch zusammen sind. Das Leben ist schön, es geht weiter. Mal gucken, was die nächsten paar Jahre noch bringen.“
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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