Unsere beiden Elternteile waren heroin- und alkoholabhängig, auch während der Schwangerschaft.
Pascal und sein Zwillingsbruder sind 23 Monate alt, als sich ihr Leben ändert. Beide wachsen in schwierigen familiären Verhältnissen auf, sind Gewalt und Verwahrlosung ausgesetzt. Von der Polizei werden sie befreit, ins Krankenhaus gebracht und von einer Kinderkrankenschwester in Pflegschaft genommen.
Es beginnt für Pascal eine neue Zeit, in der er zum ersten Mal Zuwendung und Liebe bekommt. „Ich glaube, dass es wirklich eine wichtige Zeit war, in der wir endlich das bekommen haben, was Kinder eigentlich in diesem Alter bekommen sollten.“ Einfach waren die nächsten Jahre trotzdem nicht. Es wird unter anderem festgestellt, dass die Zwillinge Hepatitis haben, eine Leberkrankheit.
„Wir sind 1991 geboren, heutzutage ist die Medizin, glaube ich, weiter, aber bei uns war das definitiv damals so, dass wir eine 50-prozentige Überlebenschance hatten. Unsere Leber ist ein Leben lang geschädigt.“ Auch wenn beide schon als Kinder nicht mehr ansteckend sind, sorgt die Krankheit in ihrer Umgebung für Angst. Pascal wird im Kindergarten und beim Spielen mit anderen Kindern mit Ablehnung konfrontiert. „Da hat man schon gemerkt, dass wir ein Riesenpäckchen mitbekommen haben durch den Mutterleib. Ich weiß aus späteren Erzählungen, dass viele sehr herabschauend auf uns geschaut haben.“
Zusammen mit seinem Zwillingsbruder war Pascal stark. „Ich hatte immer meinen Zwillingsbruder, der hat auf mich aufgepasst.“ Die Traumata, die Pascal erlebt hat, begleiten ihn bis heute. „Wir wissen viel vom Jugendamt, da die Familie auch dem Jugendamt bekannt war.“ Es gibt noch Akten, die mehr über ihren Fall erzählen würden, aber Pascal und sein Bruder können und wollen diese Dokumente aktuell nicht sichten. Nach einem Suizidversuch wird Pascal klar, dass er sich Hilfe suchen muss, um seine Traumata aufzuarbeiten. Neben Therapiestunden hat er all seine Gedanken in einem Buch niedergeschrieben.
Wie ist es, Sterbende zu begleiten? Die 81-Jährige Ute arbeitet ehrenamtlich im Hospiz
Ute aus Degerloch ist 81 Jahre und in Rente. Einmal in der Woche engagiert sie sich ehrenamtlich im Hospiz. Dort besucht sie Menschen, die nicht mehr lange leben. Sie erzählt, warum sie das Ehrenamt so bereichert.
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