Ich find's auch schön hier mit den alten Leuten. Dass man sich was erzählen und spielen kann. Und dass man den alten Leuten damit ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.
Damals, vor 25 Jahren, besuchten erstmals Schüler des Frauenlob-Gymnasiums die Bewohner des benachbarten St. Bilhildis Seniorenheims. Seitdem ist „Alt trifft Jung“ als Wahlangebot im Stundenplan der Schule fest verankert. Die Schüler freuen sich auf die gemeinsamen Stunden. Bei Nazanin werden Erinnerungen wach: „Ich habe eine Oma, die wohnt im Iran. Wenn ich hier bin, bin ich nicht ganz so traurig, weil meine Oma genauso ist, wie die Omas hier sind. Und die sind mir auch sehr nah.“
In dem Projekt geht es nicht um gute Noten, sondern echte Wertschätzung und authentische Begegnungen. Wenn die Kinder „ihre“ Senioren aus den Zimmern abholen, heißt es bei den Bewohnern: „Die Kinder sind da“. Und den Senioren geht das Herz auf. Dann wird erzählt, gespielt, gesungen und gebastelt. Ein Highlight im Alltag von Franz Josef: „Ich bin unter Menschen. Auf der Stube ist es einsam. Man ist ja allein. Die bringen lachen mit und die Kinder sind sehr lieb.“
Diese kleine Erfolgsgeschichte von Nähe und Menschlichkeit begann im Jahr 2000.
Damals geht vom benachbarten Seniorenheim ein Brief bei der Schule ein. Der Inhalt – ein Vorschlag zur Kooperation: Beide sind Nachbarn, aber kennen einander nicht, dabei könnten sie doch so viel voneinander lernen und voneinander profitieren. Das Lehrerkollegium war begeistert von der Idee – der Kooperation stand nichts mehr im Weg.
Kunsttherapeutin Ute betreut das Projekt. „Allein die Begegnung ist eine Sache. Und wenn ich die Begegnung mit was Sinnhaftem fülle, ist das sehr bereichernd für die Senioren und die Kinder.“ Das sieht auch Ulrike, Lehrerin am Frauenlob-Gymnasium, so:
Ich glaube, dass die Schüler hier Sachen lernen, die wir selbst mit ganz viel Mühe in der Schule nicht beibringen können. Die Kinder sind danach so viel sicherer in dem, was sie tun und wissen mehr als andere Kinder, die diese Sachen nicht erlebt haben. Das ist einfach toll.
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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