Tanja verliert fast ihr Café, weil sie auf eine Phishing-Mail reinfällt 

Tanja aus Markgröningen ist stolze Besitzerin eines kleinen Cafés. Als sie auf eine betrügerische Phishing-Mail hereinfällt, droht sie alles zu verlieren.

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Von Autor/in Stefanie Molitor

Wenn‘s kommt, kommts knüppeldick. 

Der Traum vom eigenen Café  

Nach Jahrzehnten in der Systemgastronomie lebt Tanja aus Markgröningen im Landkreis Ludwigsburg endlich ihren Traum vom eigenen Café. Endlich ist sie ihre eigene Chefin, endlich kann sie für ihre Kundinnen und Kunden die Gastgeberin sein, die sie immer sein wollte.  

Betrugsmache: Phishing beim Kassensystem 

Aber dann: der Schock. Ein paar falsche Mausklicks – und auf einmal steht Tanjas Café-Traum kurz vor dem Aus: „Ich hatte ein neues Tool für mein Kassensystem bekommen, um besser papierlos zu arbeiten und die Umwelt zu schützen. Nachdem das Tool mehrere Tage nicht online ging, kam eine Mail, die mich aufgefordert hat, meine Daten zu erneuern.“ Tanja klickt darauf und geht damit Online-Betrügern in die Falle. „Ich habe es nicht erkannt, die Mail hatte das gleiche Logo. Es sah alles aus wie immer.“ Die Betrüger leiten jede Kartenzahlung auf ein anderes Konto um. Insgesamt verliert Tanja 10.000 Euro: „Ich habe es bei der Polizei gemeldet, aber ich denke nicht, dass ich das Geld wiedersehen werde.“ 

Einbrecher wollen an das Bargeld im Café  

Doch damit nicht genug. Weil durch den Betrug die Kartenzahlung nicht mehr funktioniert, hängt Tanja ein Schild an die Tür ihres Cafés: „Nur Barzahlung“. Mit schlimmen Folgen: Kriminelle brechen die Kasse auf, stehlen das Wechsel- und Trinkgeld, ein Handy, ein Tablet. Weitere 3.000 Euro: einfach weg. „Wenn‘s kommt, kommts knüppeldick. Ich habe mir große Sorgen gemacht: Wie zahle ich meine Mitarbeiter, wie den Menschen, der die Tür repariert?“ 

Rettende Hilfe: die Stammgäste des Markgröninger Cafés  

Tanja entschiedet sich, ihre Geschichte öffentlich zu machen und Markgröningen steht hinter ihr: „Jeder hat gespendet, es war verrückt. So viele Menschen wollten, dass wir bleiben. Dass wir weiter Kaffee kochen, Brötchen schmieren, Mittagessen kochen.“ Insgesamt kommen so über 10.000 Euro zusammen. Das Café ist gerettet.  

Ich freue mich, einfach ein guter Gastgeber sein zu können. Mir bedeutet das Café echt alles! Ich kann mir mein Leben ohne das Café gar nicht mehr vorstellen.

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Stefanie Molitor