Uigurische Küche in Stuttgart: Hasan und seine Tochter machen Kultur sichtbar

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Von Autor/in Corinna Jähn, Simon Exner

Schon seit fast 30 Jahren vermisst Hasan die Nähe zu seiner Familie. Er gehört zur Volksgruppe der Uiguren, die in China systematisch unterdrückt wird. Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit in China. Der Kontakt zu seinen Verwandten in der chinesischen Provinz Xinjiang ist seit Jahren abgebrochen. 

Uiguren in China: Dokumentierte Repression und Lager 

Die Vereinten Nationen und zahlreiche Menschenrechtsorganisationen dokumentieren schwere Menschenrechtsverletzungen seitens der chinesischen Regierung. Darunter die berüchtigten „Umerziehungslager", in denen auch einige von Hasans Familienmitgliedern inhaftiert waren oder sind. Wissen, ob es ihnen gut geht, kann Hasan nicht. 

Xinjiang trifft Kessel: ein Neuanfang im Schwabenland  

1996 wagt Hasan den Neuanfang in Deutschland. Seine erste Station ist München – Heimat der größten uigurischen Gemeinschaft Europas. Später zieht es ihn nach Stuttgart, wo er heute mit zweien seiner Töchter das erste uigurische Restaurant der Stadt betreibt. In seinem Lokal im Herzen der Landeshauptstadt bringt er ein Stück seiner Kultur nach Baden-Württemberg und bewahrt so die Traditionen seiner Heimat, in die er nicht zurückkehren kann. 

Seine Tochter Shahnura unterstützt ihren Vater, wo sie kann. Zusammen mit ihrer Schwester hilft sie täglich im Restaurant und betreut den Social-Media-Auftritt. Das Restaurant ist ein Familienbetrieb und auch wenn es manchmal stressig ist, haben Shahnura und ihre Schwester vor allem Spaß bei der Arbeit. Für sie steht Familie ganz oben und so ist auch das Restaurant nicht die Aufgabe eines einzelnen, sondern der ganzen Familie. 

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