Gerd hat eine Bucket List mit 100 Dingen geschrieben, die er vor seinem Tod machen möchte

Gerd aus Tübingen möchte in seinem Leben noch 100 Dinge tun, besser gesagt, 100 bestimmte Dinge ausprobieren, bevor er stirbt. Die Idee dazu kam ihm nach einem Unfall.

Teilen

Stand

Von Autor/in SWR

Ich hatte einen Motorradunfall. Danach ist mir bewusst geworden, was mir wichtig ist und was ich noch erreichen möchte.

Bucket List als Thema für die Abschlussarbeit

Im Endspurt seines Studiums entschied Gerd, dass er seine Bucket List als Thema für seine Abschlussarbeit wählt: „Ich wollte nichts machen, was nur für die Masterarbeit ist, sondern was Nachhaltiges produzieren.“ Seit Juli 2020 lässt er deshalb alle, die möchten, in den sozialen Medien an seinem Projekt teilhaben. „Es gibt viele Menschen, die denken, sie sind handlungsunfähig. Denen will ich Mut mit auf den Weg geben“, so Gerd.

Besuch auf einer Palliativstation 

Vier Dinge hat er bisher (Stand März 2021) abgehakt. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. So machte Gerd beispielsweise einen Besuch auf der Palliativstation eines Krankenhauses und plante seine eigene Beerdigung. Beides mit einem Ziel: Er möchte den Tod verstehen. „Am Ende kam die große Erkenntnis, dass der Tod das Leben definiert.” Mit seinem zweiten Vorhaben hingegen brachte er sich an sein körperliches Limit und fuhr in rund sechs Tagen mit dem Fahrrad von Tübingen bis nach Hamburg.

Größte Herausforderung: Papa sein

Die größte Herausforderung stellte bisher aber sein dritter Punkt auf der Löffelliste dar: Papa werden. „Ich glaube, dass man nie bereit ist, Papa zu werden. Egal, ob man es vorher plant. Am Ende ist es eine riesige Herausforderung”, so der junge Vater. Auf seine vierte Herausforderung, nämlich Trampen, sollen noch viele weitere abenteuerliche, tiefgründige sowie lustige Dinge folgen.

Regenbogenfamilie auf dem Land? Tina und Sarah über ihr Leben mit Kind in der Provinz

Tina und Ehefrau Sarah leben mit ihrem Sohn Samuel in einer kleinen Gemeinde im Schwarzwald. Die beiden haben sich entschieden, zurück in das Heimatdorf von Tina zu ziehen.

Wie Sternenkind-Mama Laura ihren Verlust bewältigt hat

Lauras Sohn Finn ist vier Tage nach seiner Geburt gestorben. Der Austausch mit anderen Sterneneltern gab Laura aus Sexau Kraft und Zuversicht. Wie sie sich wünscht, dass Nicht-Betroffene mit den Trauernden umgehen, hat sie uns erzählt.

Das Heimat-Team stellt sich vor

Heimat Team