Sandra kämpft gegen den Fachkräftemangel im Handwerk

Sandra leitet einen Handwerksbetrieb in Pfullingen. Sie kämpft dafür, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen und sucht hartnäckig Fachkräfte und Auszubildende für ihre offenen Stellen.

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Von Autor/in Claus Hanischdörfer, Geli Hensolt

Frau mit dunkel Augen und dunklem Haare mit schwarzen Oberteil

Mir macht es Angst. Irgendwann habe ich keine Mitarbeiter mehr und dann mache ich alles allein. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein junger Mensch für uns entscheidet. Das ist ja wie bei Herzblatt früher.

Zu wenig Handwerker 

Sandra hat den Familienbetrieb ihrer Eltern übernommen und ist Geschäftsführerin. Doch immer weniger junge Menschen wollen ins Handwerk, da die meisten lieber studieren wollen, berichtet Sandra. „Körperlich Arbeiten ist kein Trend, das ist nicht in.“ 

Suche nach Fachkräften und Auszubildenden 

Aufgrund des Fachkräftemangels hat Sandra Probleme, Mitarbeitende und Auszubildende für ihren Betrieb im Bereich Rollladen und Sonnenschutztechnik zu finden: „Die Scheu, eine Ausbildung zu machen im Handwerk ist wirklich groß. Denn heute können sich die Leute raussuchen, was sie wollen, weil der Fachkräftemangel da ist.“ Daher macht sie sich große Sorgen um die Zukunft ihres Familienunternehmens: „Ich möchte eigentlich das Unternehmen noch viele Jahre führen – am besten noch bis zu meiner Rente. Und dafür brauche ich einfach Auszubildende. Und wenn keiner mehr eine Ausbildung machen möchte in unserem Beruf, wie soll ich dann das Unternehmen weiterführen?“ Aber nicht nur die Suche nach Mitarbeitenden ist schwieriger geworden, sondern auch sie zu halten. 

Nachwuchsmangel im Handwerk 

Sandras Vater Wolfgang und Mutter Bärbel arbeiten auch noch im Familienbetrieb und erinnern sich an andere Zeiten zurück. „Das war so, dass wir uns eigentlich die Leute aussuchen konnten“, erzählt Sandras Mutter.  

Sandra gibt nicht auf 

Aber Sandra kämpft dafür, junge Leute für den Familienbetrieb und das Handwerk zu begeistern durch Eigenwerbung in den sozialen Medien und durch Vorträge bei Berufsinformationstagen an Schulen. Bisher leider ohne großen Erfolg, aber Sandra will nicht aufgeben. 

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