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- Jagdsaal
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
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- Programm
- Wolfgang Amadeus Mozart
Klarinettentrio Es-Dur KV 498 („Kegelstatt-Trio“)
Hans Gál
Fünf Melodien op. 33
Henriëtte Bosmans
„Nuit calme“ und „En Espagne“ aus: Trois impressions
Rebecca Clarke
Prelude, Allegro und Pastorale
Franz Schubert
„Grenzen der Menschheit“ D 716
Alexander Zemlinsky
Klarinettentrio d-Moll op. 3 - Mitwirkende
- Samueol Park Bariton
Elad Navon Klarinette
Ionel Ungureanu Viola
Alexander Warenberg Violoncello
Liya Wang Klavier
Sie sind blutjung und trotzdem schon Profis: Bei den Schwetzinger SWR Festspielen haben die Konzerte mit den Preisträger:innen des renommierten ARD-Musikwettbewerbs Tradition, und auch 2026 mischen unterschiedliche Kammermusik-Formationen wieder Bekanntes mit Unbekanntem. Beim Samstagskonzert stecken zwei Klarinettentrios den Rahmen ab – auf unterschiedliche Weise, denn Mozarts Kegelstatt-Trio ist neben Klarinette und Klavier mit einer Viola besetzt, Zemlinskys Brahms-nahes Opus 3 mit einem Cello. Schuberts Lied Grenzen der Menschheit mag mancher kennen. Aber was ist mit den Trois impressions für Cello und Klavier der niederländischen Arnold-Schönberg-Schülerin Henriëtte Bosmans? Und was mit den Fünf Melodien für Bariton und Klavier des Komponisten und (unter anderem) Brahms- und Verdi-Biografen Hans Gál, der als Jude 1933 nach England emigrieren musste? Dass die 1941 entstandenen Duo-Stücke für Klarinette und Viola von Rebecca Clarke erst zwanzig Jahre nach dem Tod der englischen Bratschistin und Komponistin veröffentlicht wurden, zeigt, wie prägend damals die Geschlechterrollen noch wirkten. Die Auswirkungen sind bis heute im Konzertalltag zu spüren. Das sollte sich unbedingt ändern, finden die Schwetzinger SWR Festspiele – und packen’s an. Es ist noch viel zu tun.