Musiktheater · Uraufführung · Zweite Vorstellung

Malina

Musiktheater von Karola Obermüller, Peter Gilbert (Musik) und Tina Hartmann (Libretto) anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann nach dem gleichnamigen Roman

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Stand
Datum
Beginn

Einführung: 18:00 Uhr, Kammermusiksaal
Veranstaltungsdauer: ca. 90 Minuten ohne Pause
Adresse
Rokokotheater
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
Tickets
Programm
Deutsch mit deutschen Übertiteln

Im Anschluss an die zweite Vorstellung
25. April, 21 Uhr, Kammermusiksaal
SWR Kultur Nachgespräch mit Alexander Wasner und Andrea Stoll
Mitwirkende
Chanmin Chung Musikalische Leitung
Franziska Angerer Regie
Pia Dederichs Bühne, Kostüme
Elli Neubert MItarbeit Regie
Fabio Stoll Video
Yannik Funken Licht
Isabelle Becker Dramaturgie

Valer Sabadus Countertenor / Malina
Larisa Akbari Sopran / Ich
Micah Schroeder Bariton / Ivan
Jelena Rakić Sopran / Prinzessin
Ángel Macías Tenor / Prinz
Kasper Muthmann / Melissa Zingsem Béla
Anouk Pflaum / Bela Scheuritzel András

Opernchor Aachen (in Audioeinspielung)
Alexander Einarsson Choreinstudierung

SINFONIEORCHESTER AACHEN

100 Jahre Ingeborg Bachmann

Im Ingeborg-Bachmann-Jahr 2026 entdecken die Schwetzinger SWR Festspiele in Kooperation mit dem Theater Aachen die Radikalität und Aktualität der Schriftstellerin neu. Das Komponist:innen-Duo Karola Obermüller und Peter Gilbert macht gemeinsam mit der Librettistin Tina Hartmann erstmals aus Bachmanns Malina ein Stück Musiktheater. Darin geht es um männliche Unterdrückung, weibliche Selbstfindung, die albtraumhafte Verarbeitung der NS-Vergangenheit und die Suche nach der Stimme einer Künstlerin in einer patriarchalen Gesellschaft. Wer oder was ist Ingeborg Bachmanns geheimnisvoller Titelheld mit dem so weiblich wirkenden Namen? Die Antwort der Oper ist ein Spiel jenseits der binären Geschlechter-Klischees mit einer überraschenden Pointe. „Es war Mord“, lautet der berühmte letzte Satz des Romans – gesprochen vom toten Opfer. Von diesem Paradox ausgehend, erkundet das Musiktheater das utopische Potenzial der fließenden Übergänge zwischen den Geschlechtern und feiert den Zauber des Non-Binären.

Ingeborg Bachmann selbst hatte eine tiefe Beziehung zu Musik und Oper. Für den Komponisten Hans Werner Henze, mit dem sie eng befreundet war, hat sie zwei Libretti geschrieben. Er war der Einzige, der zu Lebzeiten der Schriftstellerin Texte von ihr vertont hat. Bachmanns Sprache ist stets hochmusikalisch. Auch Malina ist voller Klänge: Der Roman zitiert nicht nur Wagners Tristan und Schönbergs Pierrot lunaire, sondern spielt auch mit dem musikalischen Gestaltungsmittel von Thema und Variation. Henze hat Malina als „Mahlers Elfte“ bezeichnet. Und Bachmanns Gedicht Enigma, das sie Henze widmete, erhellt, wie nah sich bei dieser Künstlerin Klang und Verstummen kommen: „Du sollst ja nicht weinen, sagt eine Musik. Sonst sagt niemand etwas.“

Uraufführung in Kooperation mit dem Theater Aachen

Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Rokokotheater, Schloss Schwetzingen

Musiktheater · Uraufführung · Premiere Malina

Musiktheater von Karola Obermüller, Peter Gilbert (Musik) und Tina Hartmann (Libretto) anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann nach ihrem gleichnamigen Roman

Schwetzinger SWR Festspiele | Kammermusiksaal

SWR Kultur Nachgespräch zur Oper „Malina“

Nachgespräch über die Oper „Malina“ mit SWR Kultur Moderator Alexander Wasner und Bachmann-Biografin Andrea Stoll.