Fußball | 2. Bundesliga

40 Jahre Fritz-Walter-Stadion: Der Betzenberg über die Jahre

Seit 1985 heißt der Betzenberg Fritz-Walter-Stadion. Am Wochenende wird das 40-jährige Jubiläum gefeiert – ein Anlass, auf die Geschichte dieses besonderen Ortes zu blicken.

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Stand

Von Autor/in Leon Doumen

Am 02.11.1985 bekam das Stadion auf dem Betzenberg einen neuen Namen: Fritz-Walter-Stadion. 40 Jahre später hat dieser Ort alles erlebt – Titel, Abstiege, Baustellen und ein Sommermärchen. Kaum ein Ort steht so sehr für Fußballgeschichte wie der Betze über Kaiserslautern. Die Bilder zeigen, wie sich das Stadion verändert hat – und warum der Ort trotzdem immer gleich geblieben ist.

Fritz Walter feiert 1985 auf dem Betzenberg seinen Geburtstag – das Stadion wird an diesem Tag zu seinen Ehren in Fritz-Walter-Stadion umbenannt.
2. November 1985: Fritz Walter feiert seinen 65. Geburtstag gemeinsam mit dem FCK. Präsident Jürgen Friedrich (2. v. r.) überreicht ihm das besondere Geschenk: Die Umbenennung des Betzenbergstadions in Fritz-Walter-Stadion. IMAGO / Ferdi Hartung Bild in Detailansicht öffnen
Fritz Walter Stadion - 1. FC Kaiserslautern Totale
Saison 1987/88: Der FCK besiegt Hannover 96 mit 4:1. Fußballromantik pur: Unter Flutlicht und mit Fahnenmeer zeigt das Fritz-Walter-Stadion seinen Charakter. IMAGO / Ferdi Hartung Bild in Detailansicht öffnen
Blick ins Fritz-Walter-Stadion 1994 nach dem Umbau von Nord- und Südtribüne, modernisierte Ränge mit Zuschauern beim Heimspiel.
1994 erhält das Fritz-Walter-Stadion ein neues Gesicht: Nord- und Südtribüne wurden umgebaut, neu sind VIP-Logen und ein Innenraum für Zuschauer hinter der Tribüne. IMAGO / teutopress Bild in Detailansicht öffnen
Baustelle Betzenberg
Ab 2002 wird das Fritz-Walter-Stadion für die WM 2006 erweitert. Neue Tribünen, neues Dach - aber auch finanzielle Sorgen und Baustopps prägen die Zeit. IMAGO / WEREK Bild in Detailansicht öffnen
Luftaufnahme des Fritz Walter Stadions in Kaiserslautern
2005 steht der Umbau kurz vor dem Abschluss - doch die Jahre zuvor waren turbulent. Nach der Insolvenz des Bauunternehmens Holzmann drohte Stillstand, die Kosten explodierten. Auch vereinsintern war das Geld knapp: Das Stadion musste 2003 an die Stadt verkauft werden. Kaiserslautern verlor durch die Verzögerung den Zuschlag für den Confed Cup 2005. Am Ende aber wird der Betze rechtzeitig zur WM fertig - moderner, größer aber immernoch unverkennbar Fritz-Walter-Stadion. IMAGO / Ulmer Bild in Detailansicht öffnen
Die Lauterer Fans präsentieren ihre Fahnen im noch nicht ganz fertig gestellten Fritz Walter Stadion
Herbst 2005: Die Kräne stehen noch, doch die Fans sind längst zurück. Beim 5:3 gegen Duisburg bebt das halbfertige Fritz-Walter-Stadion. IMAGO / Sämmer Bild in Detailansicht öffnen
WM-Maskottchen Goleo steht 2006 im Fritz-Walter-Stadion auf dem Rasen
Sommer 2006: Während das Fritz-Walter-Stadion als WM-Austragungsort glänzt, ist der FCK vor einigen Wochen noch denkbar knapp in die 2. Liga abgestiegen. WM-Maskottchen Goleo posiert auf dem Rasen, wo kurz zuvor noch Tränen geflossen sind - Kaiserslautern feiert Weltfußball, während der eigene Klub neu anfangen muss. IMAGO / Ulmer Bild in Detailansicht öffnen
Fans des 1. FC Kaiserslautern mit rot-weißer Choreografie im Fritz-Walter-Stadion
8. Mai 2010: Beim 1:1 gegen den FC Augsburg feiert der FCK den Aufstieg zurück in die Bundesliga. Knapp 50.000 Fans, rot-weiße Choreografie, Gänsehaut pur auf dem Betze. IMAGO / Mario Hösel Bild in Detailansicht öffnen
Fritz-Walter-Stadion
2018 spielt der FCK erstmals in der 3. Liga – und zieht trotzdem mehr Zuschauer an als jeder andere Klub. Über 21.000 im Schnitt, der höchste Wert der Liga. Der Betze bleibt am Leben. Heute spielen die Roten Teufel in der 2. Liga, mittelfristig es zurück in die Bundesliga gehen. IMAGO / foto2press Bild in Detailansicht öffnen

FCK: Die Tendenz zeigt nach oben

Das Fritz-Walter-Stadion ist eng verknüpft mit der Geschichte des FCK. Hört man einen Namen, denkt man automatisch auch an den anderen. Aktuell spielen die Roten Teufel in der 2. Liga, die Tendenz zeigt seit einigen Jahren wieder nach oben. Daher ist die Hoffnung bei den Fans groß, dass im Fritz-Walter-Stadion bald auch schon wieder richtig großer Fußball geboten wird.

Verkauf der Namensrechte kein Thema

Dass die Namensrechte am Fritz Walter Stadion, das seit 2003 der Stadt Kaiserslautern gehört, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch nicht längst verkauft wurden, hat in erster Linie mit der Bedeutung der Vereinslegende Fritz Walter zu tun. Der Weltmeisterkapitän von 1954 ist mit der Identität des Vereins und seiner Fans eng verbunden, der emotionale Wert wurde bislang immer höher eingestuft als die Mehreinnahmen durch einen Verkauf der Namensrechte. Obwohl die Sponsoren selbst in der zweiten Liga im Schnitt für ein "Stadion- Naming- Right" 1 Million Euro zahlen. Spitzenreiter bei den Einnahmen ist hier der FC Schalke 04, der von einer Brauerei jährlich bis zu 6 Millionen Euro überwiesen bekommt.

Kaiserslautern

Ab 22.11. bei SWR Sport "Rise & Fall of 1. FC Kaiserslautern": ARD-Doku über die bewegte Geschichte des FCK

Der FCK ist der Stolz der Pfalz. Der Fußballverein hat zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt. All das erzählt die Doku "Rise & Fall of 1. FC Kaiserslautern", die am 22.11. erscheint.