Fußball | DFB-Pokal

"Der Druck war dann raus": Knoten beim FCK platzt gegen RSV Eintracht

Der 1. FC Kaiserslautern hat in der 1. Runde des DFB-Pokals die Hürde RSV Eintracht souverän gemeistert. Im Gegensatz zur 2. Liga zeigte sich die Offensive der Pfälzer treffsicher.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Der Knoten ist geplatzt, der 1. FC Kaiserslautern hat die Vorgaben von Torsten Lieberknecht erfüllt: Der FCK-Trainer hatte vor der Partie beim brandenburgischen Oberligisten RSV Eintracht gefordert, die Abläufe in der Offensive weiter zu optimieren und im Idealfall auch einige Treffer zu erzielen. Beides gelang den Roten Teufeln, sodass Lieberknecht nach dem standesgemäßen 7:0 (4:0)-Erfolg seiner Mannschaft zufrieden war.

Potsdam/ Kaiserslautern

Fußball | DFB-Pokal Klare Angelegenheit: FCK siegt ohne Probleme beim RSV Eintracht

Souverän und torhungrig präsentierte sich der 1. FC Kaiserslautern in der 1. Runde des DFB-Pokals. Beim Oberligisten RSV Eintracht gewann der FCK deutlich.

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: "Konzentrierter Vortrag"

"Bei solchen Pokalfights musst du die Anfangsphase überstehen, weil der Außenseiter natürlich seine Chance wittert. Dann haben wir relativ früh unsere eigenen Tore geschossen und so die Weichen gestellt", resümierte der 52-Jährige. "Es ging für uns um Seriosität - auch wenn man schon ein paar Treffer erzielt hat. Es war über die volle Spielzeit ein konzentrierter Vortrag, wie man sich ihn auch von einer Mannschaft erwartet, die ihren Job erledigen muss."

Die sieben Tore waren in jedem Fall Balsam für die Seele des 1. FC Kaiserslautern, denn die Offensive war an den ersten beiden Spieltagen in der 2. Liga das Sorgenkind bei den Pfälzern. Beim Auswärtsspiel zum Saisonauftakt in Hannover (0:1) bot die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht im Angriff nur Magerkost und kam kaum einmal gefährlich vor das Tor der Niedersachsen. Beim 1:0-Heimerfolg der Roten Teufel gegen den FC Schalke 04 am zweiten Spieltag musste indes ein Foulelfmeter für den bislang einzigen FCK-Saisontreffer in der Liga herhalten.

Zwei Chipbälle, zwei Tore

Gegen Stahnsdorf gab es keine Ladehemmung - im Gegenteil. Der FCK erzielte zwei frühe Tore, die sich in ihrer Genese sehr ähnelten. Beide Treffer waren stark herausgespielt, beiden gingen jeweils butterweiche Chipbälle voraus. Beim 0:1 streichelte Luca Sirch die Kugel sowohl in den Stahnsdorfer Strafraum als auch in den Lauf von Mika Haas. Das Kaiserslauterer Eigengewächs legte den Ball quer zu Fabian Kunze, der aus Nahdistanz einnetzte (11. Minute). Beim 0:2 nur vier Minuten später hob Semir Sahin den Ball hinter die Eintracht-Abwehrkette, wo der eingelaufene Mahir Emreli per Volley traf (15.).

Die weiteren Treffer durch Ji-Soo Kim (24.), Daniel Hanslik (34.), Marlon Ritter (48.), Tobias Raschl (71.) und Richmond Tachie (90.+1) waren dann Formsache für die Roten Teufel gegen den überforderten Underdog.

FCK-Kapitän Marlon Ritter: "Sind es sehr seriös angegangen"

"Jeder weiß, wie schwer manchmal solche Spiele sind", sagte der sichtlich gelöste FCK-Kapitän Marlon Ritter nach der Partie. "Im Fußball ist alles möglich, aber wir sind das Spiel sehr seriös angegangen. Durch die frühen Tore war dann direkt der Druck raus und wir konnten befreit aufspielen."

Man könne für die 2. Liga einiges mitnehmen, so Ritter weiter: "Wir haben gesehen, dass wir viele Torchancen kreieren können - auch wenn der Gegner nicht so gut war wie Hannover oder Schalke. Man hat trotzdem gesehen, dass wir auch Fußball spielen und effizient sein können. Das nehmen wir am Freitag mit nach Elversberg."

Dann steht in der 2. Liga das brisanten Auswärtsspiel beim saarländischen Nachbarn an (22.08., 18:30 Uhr). Nach zwei Pflichtspielsiegen ist die FCK-Welt aktuell in Ordnung. Die Effizienz aus dem Pokalspiel werden die Roten Teufel aber auch bei der SVE unter Beweis stellen müssen, wollen sie beim Tabellendritten der abgelaufenen Saison etwas mitnehmen.