Fußball | 2. Bundesliga

FCK-Keeper Julian Krahl: "Im Großen und Ganzen zu wenig"

Der 1. FC Kaiserslautern offenbarte zum Saisonauftakt bei Hannover 96 erneut große Schwächen in der Offensive.

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Von Autor/in Michael Richmann

"Nach sechs Wochen Vorbereitung haben wir uns das definitiv anders vorgestellt", haderte FCK-Keeper Julian Krahl nach dem 0:1 des 1. FC Kaiserslautern zum Zweitliga-Auftakt bei Hannover 96. "Im Großen und Ganzen war das einfach zu wenig", sagte der 25-Jährige im Interview mit SWR Sport.

FCK in Hannover erschreckend harmlos

Dabei war Krahl noch der Beste im FCK-Trikot. Er rettete zweimal gegen Mustapha Bundu (23. & 41.) und anschließend gegen Benedikt Pichler (59.). Beim Gegentor von Noel Aseko Nkili war er machtlos. Der 19-jährige Hannoveraner stand nach Virgil Ghițăs Pass mutterseelenallein im Lauterer Strafraum (74.).

Auffällig war, dass der FCK, wie schon beim 0:1 im Jubiläumsspiel gegen die AS Rom, große Schwächen im Spiel nach vorne offenbarte. Die größte FCK-Chance war ein Rückpass des Hannoveraners Maurice Neubauer, den der 29-Jährige an Torwart Nahuel Noll vorbei ans Außennetz des eigenen Tores spielte (66.). Die beiden übrigen Offensiv-Aktionen - Simon Astas Außenrist-Schuss von der Strafraum-Kante (57.) und Luca Sirchs Distanzschuss aus 25 Metern (31.) - waren Zufallsprodukte.

FCK noch unter seinen Möglichkeiten

Da hat FCK-Trainer Torsten Lieberknecht bis zum Heim-Auftakt am Samstag gegen den FC Schalke 04 (live ab 20:30 Uhr im Audiostream auf Sportschau.de) noch viel Arbeit vor sich: "Es ist im Moment so, dass die Flanken einfach nicht präziser kommen oder wir die Konter unsauber gespielt haben. Natürlich muss es sich auch noch ein bisschen finden, aber ich bin nicht in der Situation, dass ich alles damit entschuldigen möchte. Fakt ist: Wir haben mehr Möglichkeiten, offensiv stattzufinden. Wir haben heute nicht die Balance gefunden." Dementsprechend war es für Lieberknecht auch ein "verdienter Sieg" von Hannover 96.

Mit Blick auf die lange Saison gab sich der 52-Jährige hingegen versöhnlich: "Da ist im Team vieles, was noch geweckt werden muss. Da helfen Punkte und Siege." Denn am Einsatz habe es seiner Meinung nach nicht gelegen: "Ich fand uns in der Einstellung top. Ich sah uns auch leidenschaftlich gegen den Ball arbeiten."