DFB-Pokal

"Extrem bitter" und trotzdem "stolz" - VfB Stuttgart nach verlorenem Finale

Der VfB Stuttgart wählt im Finale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern einen mutigen Ansatz, kann den Titel aber nicht verteidigen. Nach dem starken Auftritt herrschen Trauer und Stolz zugleich.

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Stand

Von Autor/in Michi Glang

Trotz einer über weite Strecken starken Leistung musste sich der VfB Stuttgart im Endspiel von Berlin dem FC Bayern mit 0:3 (0:0) geschlagen geben.

Deniz Undav: "Können stolz sein"

Als erster Stuttgarter äußerte sich nach dem Schlusspfiff Deniz Undav. Der Nationalspieler war gerade aus der Fankurve der Schwaben zurückgekehrt, als er im Sportschau-Interview über die Niederlage und seine Gefühlswelt sprach.

"Die Momente mit den Fans waren sehr schön, aber auch traurig. Wir wollten natürlich alle gewinnen, haben es aber nicht geschafft", sagte der 29-Jährige. "Trotzdem können wir stolz auf uns sein."

VfB setzt Matchplan gegen den FC Bayern lange um

Das war auch das Feedback, das Undav und seine Teamkollege aus der Kurve bekommen hatten. "Das haben die Fans uns auch gesagt, was wir für eine brutale Saison gespielt haben: Champions League erreicht, wieder im Pokalfinale. Ich glaube auch, dass wir eine überragende Saison gespielt haben", sagte der Angreifer.

Der Plan des VfB gegen den Rekordmeister ging dabei lange Zeit auf, in der ersten Halbzeit waren die Stuttgarter sogar die Mannschaft mit den besseren Chancen. "Wir wollten es eklig machen, Zeit schinden, viele Fouls haben. Das haben wir gut geschafft", sagte Undav.

Berlin

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Ermedin Demirovic: "Tut extrem weh"

Sein Sturmkollege Ermedin Demirovic bewertete die Vorstellung der Schwaben ganz ähnlich. "Ich glaube, wir machen ein super Spiel. Wir machen es Bayern extrem schwierig, sind in den Zweikämpfen da, halten gefühlt alle in Schach. Ich glaube, wir haben kaum eine 1:1-Situation verloren", sagte der Bosnier.

Auch Trainer Sebastian Hoeneß lobte sein Team nach dem Abpfiff. "Die Jungs haben genau das gemacht, was man braucht, um die Bayern an den Rand zu bringen. Leider ist es der Rand geblieben. Wir waren nah dran", sagte der 44-Jährige.

Harry Kane zieht dem VfB den Stecker

Nah dran, aber dennoch am Ende unterlegen. Denn in der 55. Minute schlug der überragende Mann des Abends erstmals zu. "Du darfst Harry Kane nicht alleine lassen. Der Mann trifft, wie er will. Die Dinger macht er eiskalt", so Undav. Was der Angreifer meinte: Der Engländer schoss die Bayern in den letzten 35 Minuten per Hattrick im Alleingang zum Titel.

Der VfB versuchte nach dem Rückstand noch einmal, zurück ins Spiel zu kommen, musste dem irre hohen Tempo der ersten Stunde allerdings deutlich Tribut zollen. "Am Ende brauchen wir uns nichts vorwerfen lassen. Trotzdem tut so ein Spiel extrem weh", sagte Demirovic.

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VfB mit erneut starker Saison

Damit ist die Saison für den VfB Stuttgart beendet. Neben dem Finaleinzug im DFB-Pokal stehen die Qualifikation für die Champions League und das Erreichen des Achtelfinals in der Europa League zu Buche. Die Schwaben sind auf dem besten Weg, sich nachhaltig als deutsches Spitzenteam zu etablieren.

"Auch, wenn wir das Spiel heute verloren haben, war die Saison überragend gut. Die Art und Weise, wie wir dieses Spiel gespielt haben, war auch noch einmal wichtig", sagte Hoeneß. "Dadurch wird es mir ein bisschen leichter fallen, wieder positiv in die Sommerpause zu gehen."

Für bis zu neun Profis der Schwaben geht die Spielzeit in die Verlängerung. Deniz Undav, Angelo Stiller, Jamie Leweling und Alexander Nübel stehen im DFB-Aufgebot für die WM 2026. Zudem wurden Luca Jaquez (Schweiz), Ermedin Demirovic (Bosnien-Herzegowina), Bilal El Khannouss (Marokko) und Jeremy Arévalo (Ecuador) berufen. Kapitän Atakan Karazor steht im vorläufigen Kader der Türkei.

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Michi Glang
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