Die TSG Hoffenheim II hat ihren starken Start in der 3. Liga ausgebaut: Der Aufsteiger aus dem Kraichgau schlug am dritten Spieltag Energie Cottbus klar mit 4:1 (3:0). Luka Duric (8. Minute, 17.) Paul Hennrich (39.) sowie Deniz Zeitler (53.) sorgten für die Treffer der Gastgeber. Tolcay Cigerci (70.) verkürzte per Foulelfmeter für die Lausitzer.
Zwischen dem VfB Stuttgart II und dem SC Verl überschlugen sich indes in der Anfangsphase die Ereignisse. Alessio Besio (2.) traf zur frühen Gästeführung. Mohamed Sankoh glich per Foulelfmeter (5.) fast postwendend für die Schwaben aus. VfB-Youngster Lauri Penna flog kurz nach der Pause mit Gelb-Rot zum Platz.
Furioser Auftakt in Stuttgart
In Stuttgart erwischte der SC Verl einen Blitzstart. Oualid Mhamdi flankte von der rechten Seite scharf nach innen, wo Besio aus knapp fünf Metern wuchtig zur Gästeführung einköpfte (2.). Die Antwort des VfB II ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nach Foul von Yari Otto an Penna entschied Schiedsrichter Niclas Rose auf Elfmeter für die Schwaben. Sankoh ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen und verwandelte mittig zum 1:1-Ausgleich (5.).
Danach kehrte erst einmal Ruhe ein - bis zur 29. Minute. Dann war Verls Angreifer Dominik Steczyk nach einem Steckpass von Besio frei durch, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an VfB-Keeper Florian Hellstern. Ebenso erging es Chilohem Onuoha, der aus spitzem Winkel nicht an Hellstern vorbei kam (42.).
Lauri Penna sieht die Ampelkarte
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit flog Stuttgarts Offensivspieler Penna dann wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz (48.). Verl hatte nun sehr viel Ballbesitz und war gegen sich zurückziehende Schwaben auch deutlich feldüberlegen, schlug aber aus dieser Überlegenheit kein Kapital. Wenn die Gäste wirklich mal durch kamen, war der aufmerksame Hellstern zur Stelle. Oder der Pfosten - so in der letzten Minute durch den eingewechselten Jonas Arweiler. Letztlich blieb es beim nicht unverdienten Remis.
Nächster Doppelpack für Luka Duric
In Hoffenheim machte die TSG gegen Cottbus von Beginn an Druck - und belohnte sich früh selbst: Duric zog aus knapp 20 Metern einfach mal ab - und sein doppelt abgefälschter Ball schlug zum 1:0 für die Gastgeber im Energie-Tor ein (8.). Wenig später legte Duric nach einem eroberten Ballgewinn willensstark zum 2:0 nach (17.). Der nächste Doppelpack für den 22-Jährigen - Duric hatte bereits am zweiten Spieltag beim Hoffenheimer 4:2 in Aachen zweifach eingenetzt.
Hoffenheim bestraft die Cottbuser Fehler
Die TSG hatte das Spiel auch in der Folge im Griff und hätte durch Hennrich (24.) sogar den dritten Treffer nachlegen können. Von den Lausitzern kamen deutlich zu wenig offensive Impulse, dazu agierte die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz defensiv fehlerhaft. Und das bestrafte Hoffenheim: In der 39. Minute erhielt Hennrich tief in der Cottbuser Hälfte den Ball. Der 20-Jährige wurde nicht attackiert, hatte Platz und Zeit, zog aus 20 Metern ab und der Ball schlug zum 3:0 für die Kraichgauer ein. Das war gleichzeitig der Halbzeitstand.
Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Zeitler nach Steilpass von Luca Erlein auf 4:0 für die TSG (53.). Im Anschluss schaltete Hoffenheim einen Gang runter, nun kam auch Cottbus zu Chancen. Can Yayha Moustfa (60.) und Erik Engelhardt (67.) scheiterten noch knapp, Cigerci (70.) machte es vom Punkt aus besser und stellte auf 1:4 aus Sicht der Gäste. Zuvor hatte Erlein den eingewechselten Jonas Hofmann gefoult. Weitere Treffer fielen nicht, letztlich blieb es beim auch in der Höhe verdienten 4:1 für die TSG.
Hoffenheim II steht mit nun sieben Punkten aus drei Spielen auf Rang zwei der 3. Liga. Für die Kraichgauer geht es nächste Woche (30.08., 16:30 Uhr) bei Hansa Rostock weiter. Der VfB Stuttgart II ist mit vier Zählern solide gestartet. Nächste Woche wartet die schwere Auswärtsaufgabe beim TSV 1860 München (30.08., 14 Uhr).