Lange geführt, durch einen völlig unnötigen und einen diskutablen Elfmeter den Sieg verspielt, und am Ende lagen sich beim VfB Stuttgart trotzdem alle in den Armen. Durch das 2:2 (2:0) bei Eintracht Frankfurt sicherten sich die Schwaben Platz vier.
Hoeneß ein "glücklicher Mann"
"Wir hätten das Spiel gerne gewonnen, deswegen waren die Gefühle ganz kurz etwas gemischt. Aber natürlich wollten wir es aus eigener Kraft schaffen, und das haben wir jetzt getan. Deswegen bin ich jetzt ein glücklicher Mann", sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß im Sportschau-Interview. Ähnlich erging es Deniz Undav, der sich "immer noch über das Ergebnis ärgerte".
Nach einigen Minuten durchschnaufen setzte sich aber die Erkenntnis durch, dass den Schwaben erneut großes gelungen war. "Die Situation war nicht einfach in den letzten Wochen. Man hat gehofft, dass fünf Clubs in die Champions League kommen. Dann war klar, es werden nur vier sein. Dann war gleichzeitig auch klar, wie wichtig die letzten Spiele sein werden. Und wir hatten kein leichtes Programm am Ende. Die Jungs haben es trotzdem gezogen", sagte Hoeneß. "Ich bin einfach stolz auf die Jungs." Und auch Undav war letztlich "überglücklich".
VfB legt in Frankfurt doppelt vor
Der VfB stellte früh im Spiel die Weichen auf Königsklasse. Nach einem durchaus aktiven Beginn der Frankfurter köpfte Chema einen Eckball von Chris Führich aus kurzer Distanz zur Führung ein (10. Minute). "Dass wir jetzt endlich mal aus einer Standardsituation ein Tor, das rundet die Saison ab", sagte Hoeneß. Kurz vor der Pause legte Nikolas Nartey, nach toller Ablage von Undav nach (45.+4). Für den Dänen, der in den letzten Tagen seinen Vertrag bei den Schwaben verlängert hatte, war es der perfekte Abschluss der Woche.
Alexander Nübels Blackout, der Angreifer Jonny Burkardt auf dem Weg aus dem Strafraum zu Fall brachte, machte das Spiel noch einmal spannend. Den fälligen Elfmeter setzte Burkardt sicher ins linke Eck (72.). Kurz vor dem Abpfiff verwandelte Burkardt einen umstrittenen Handelfmeter. Spannung im Kampf um die Champions-League-Qualifikation kam aber nicht mehr, weil Leverkusen (1:1 gegen den HSV) und Hoffenheim (0:4
DFB-Pokalfinale | FAQ Alles Wichtige zum VfB für das DFB-Pokalfinale: Hier findet das Public Viewing in Stuttgart statt
Der VfB Stuttgart steht wieder im DFB-Pokalfinale. Dieses Jahr geht es gegen den FC Bayern München. Was steht an und worauf können sich die Fans einstellen? Die Infos gibt es hier.
VfB mit Titelchance gegen den FC Bayern
Der VfB zieht damit nach einem Jahr in der Europa League wieder in die Königsklasse ein. In der Saison 2024/2025 war für die Schwaben nach der Ligaphase Endstation, ein Punkt fehlte damals zum Einzug in die Play Offs.
Hoeneß warb nach dem Spiel in Frankfurt darum, rund um den Club Demut zu bewahren: "Für die Stadt und die ganze Region Stuttgart muss klar sein, dass es noch nicht lange her ist, dass man am letzten Spieltag nicht gehofft hat, in die Champions League zu kommen, sondern dass man in der ersten Liga bleibt."
Vorbei ist die aktuelle Saison für die Schwaben noch nicht. Am kommenden Samstag bestreitet der VfB als Titelverteidiger das Endspiel im DFB-Pokal gegen den FC Bayern (20 Uhr). Als Pokalsieger in die Champions League - es wäre die Krönung einer erneut starken Saison des VfB. "Es ist keine Selbstverständlichkeit, die Leistung jedes Jahr zu toppen. Aber die Jungs sind gut und heiß - und jetzt freuen wir uns auf Berlin", sagte Hoeneß.