Europa League

Gegen Maccabi: Freiburgs Trainer Schuster will Fokus auf das "Sportliche" legen

Der SC Freiburg will sich von den außergewöhnlichen Rahmenbedingungen beim Europa-League-Heimspiel gegen den israelischen Klub Maccabi Tel Aviv nicht beeinflussen lassen.

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"Man wünscht sich andere Voraussetzungen und einen anderen Rahmen", sagte Trainer Julian Schuster auf der Pressekonferenz: "Die Realität ist aber leider so traurig, dass man diese Sicherheitsvorkehrungen treffen muss. Das gilt es zu akzeptieren. Unser Fokus muss auf dem Sportlichen sein, damit wir darauf keine Energie verschwenden."

Aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen wegen der politischen Lage bleiben Teile der aktiven Fanszene der Freiburger dem Heimspiel am Donnerstag (18:45 Uhr im Audiostream) fern. Gleich mehrere Gruppierungen hatten am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme ihren Boykott verkündet.

Darin ist von einer "Gesamtkulisse" die Rede, "die so gravierend in fankulturelle Freiheiten eingreift, dass wir uns entschieden haben, dem Spiel fernzubleiben". Vereinsangaben zufolge werden die Einlasskontrollen "besonders umfassend durchgeführt".

"Kein Heimspiel wie jedes andere"

Der Sport-Club bereite sich "seit Monaten und im engen Schulterschluss mit Polizei, Behörden und weiteren Institutionen" auf eine Partie vor, die "für den Verein kein Heimspiel wie jedes andere" sei, hieß es von Klubseite.

Man sei sich "der aktuellen Konflikte und ihrer Tragweite bewusst", so die Fangruppen und verwehre sich "gegen eine bewusste Missinterpretation unserer Entscheidung".

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Freiburgs Ziel ist klar

Sportlich könnte der derzeit auf Rang fünf liegende Sport-Club mit einem Dreier gegen Maccabi fast schon das Achtelfinal-Ticket buchen. "Wir wollen den maximalen Erfolg und es wäre schön, direkt im Achtelfinale zu sein", sagte Kapitän Christian Günter: "Alles andere wäre ein kleiner Umweg, der uns jetzt nicht umhauen würde. Aber grundsätzlich muss es unser Ziel sein, dass wir direkt unter die ersten Acht kommen."

Das erhofft sich auch der SC-Coach. Denn es würde dem Team die Zwischenrunde im Februar ersparen, für die der Sport-Club schon sicher qualifiziert ist. "Im Defensivverbund haben sie nicht das ganz hohe Niveau, da sind sie vereinzelt auch schon in Spielen bestraft worden", berichtete Schuster über die Kontrahenten. 

Der VfB Stuttgart gewann im Dezember in der Europa League 4:1 gegen Maccabi. Bei einem ebenfalls extrem großen Sicherheitsaufkommen blieb es in Stuttgart relativ ruhig.

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Michi Glang
Michi Glang

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