Für den 1. FC Heidenheim geht es um alles. Wenn der Klassenerhalt noch gelingen soll, müssen am 32. Spieltag der Bundesliga (Samstag, 2. April um 15:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) Punkte her. Die Aufgabe könnte dabei kaum größer sein, denn am Samstag wartet der designierte Deutsche Meister aus München. Aber wenn einer weiß, wie man gegen die Bayern gewinnt, dann der Heidenheimer Trainer Frank Schmidt. "Wir brauchen diesen einen Tag, an dem es Möglich ist, zu gewinnen," sagte der 52-Jährige.
Zurück ins Jahr 1994: Wo Frank Schmidt die Bayern besiegte
Trainer Frank Schmidt weiß sogar aus eigener Erfahrung, wie sich ein Sieg gegen die Münchner anfühlt. Als Spieler des TSV Vestenbergsgreuth gelang ihm 1994 in der ersten Runde des DFB-Pokal die große Sensation. Das 1:0 gegen die Bayern gilt bis heute als eine der größten Pokal-Überraschungen. Eine kleine Sensation und eine riesen Blamage für die damalige Mannschaft von Giovanni Trapattoni.
Kleiner Hoffnungsschimmer nach Sieg gegen St. Pauli
Die Ausgangslage ist klar: Heidenheim steht mit 22 Punkten auf dem 18. Platz. Vier Punkte fehlen auf den Relegationsrang. Die Ostälbler brauchen also dringend einen Sieg. Nach dem 2:0-Erfolg gegen St. Pauli am vergangenen Wochenende ist zumindest wieder ein kleiner Funken Hoffnung da. Und dass die Mannschaft von Frank Schmidt auch mit Top-Teams mithalten kann, hat sie in dieser Saison mehrfach gezeigt. Ein 3:3 gegen Leverkusen, ein 3:3 gegen den VfB Stuttgart und ein knappes 2:3 gegen Dortmund zeigen: Heidenheim kann die Großen ärgern.
Restprogramm in der Bundesliga Heidenheim zwischen Hoffnung und Abschied
Der 1. FC Heidenheim schien im Abstiegskampf bereits auf verlorenem Posten. Doch auf der vermeintlichen Abschiedstournee keimt plötzlich Hoffnung auf.
Heidenheim und der FC Bayern
Vor zwei Jahren gewann Heidenheim zuletzt gegen den FC Bayern. Am 06.04.2024 drehten die Brenzstädter einen 0:2-Rückstand zuhause spektakulär und gewannen mit 3:2. Ein Spiel, das bis heute als Beleg dafür dient, was möglich ist.
Und dann war da noch dieses wilde Duell im DFB-Pokal-Viertelfinale 2019. Bayern setzte sich am Ende zwar mit 5:4 durch, doch Heidenheim war nah dran an der Sensation und das auch noch im Wohnzimmer der Bayern. Nach einer roten Karte gegen Niklas Süle entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem die Heidenheimer zwischenzeitlich sogar in Führung gingen. Neun Tore, drei Aluminiumtreffer und ein spätes Elfmetertor von Robert Lewandowski machten die Partie zu einem echten Spektakel.
All das zeigt: Heidenheim reist am Samstag als Letzter nach München, ist aber nicht chancenlos.