2. Fußball-Bundesliga

Prtajin führt FCK mit Hattrick Richtung Spitze

Die Offensive des FCK wirkt neuerdings wie entfesselt. Ein wichtiges Puzzleteil ist dabei Stürmer Ivan Prtajin, der gegen Münster gleich dreimal traf - und noch mehr zeigen will.

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Von Autor/in Lena Bergmann

Nach 24 Minuten standen bei Ivan Prtajin bereits zwei Tore und eine Vorlage zu Buche. Beim 4:1 (3:0)-Sieg des 1. FC Kaiserslautern gegen Preußen Münster stellte der kroatische Stürmer erneut unter Beweis, dass er sich zu einem würdigen Nachfolger für Ragnar Ache entwickeln könnte. Prtajin traf vor rund 46.000 Zuschauern auf dem Betzenberg zweimal per Kopf (7./24.) und bereitete das 2:0 von Naatan Skyttä (17.) vor.

In der zweiten Hälfte war es ebenfalls der Kroate, der den dritten Sieg der Roten Teufel in Folge besiegelte: "Nach dem 3:1 gab es eine Phase, da hätte das Spiel auch in eine andere Richtung gehen können. Dann macht Ivan das 4:1 und das hat uns allen nochmal die zweite Luft gegeben", fasste FCK-Trainer Torsten Lieberknecht die Leistung des Stürmers zusammen.

Ivan Prtajin: "Ich bin nie zufrieden"

Doch trotz drei Treffern und einer Vorlage: Prtajin will künftig noch mehr zeigen. "Ehrlicherweise bin ich nie ganz glücklich. Das war schon immer mein Mindset. Wenn ich drei Treffer mache, dann denke ich darüber nach, ob ich vielleicht noch mehr schaffen kann", so der 29-Jährige.

Wenige Tage nach seinem Doppelpack beim 3:0 in Fürth katapultierte Prtajin sich mit seinem fünften Saisontor damit auch an die geteilte Spitze der Torjägerliste in der zweiten Bundesliga. Auch für Naatan Skyttä war es mit dem dritten Treffer im dritten Spiel ein erfolgreicher Abend. In der FCK-Offensive scheint auf einmal einiges aufzugehen.

FCK-Offensive wirkt wie entfesselt: "Abstimmung passt"

Von Minute eins an lief die Offensive von Kaiserslautern wie eine gut geölte Maschine. Aufmerksame Beobachter der Roten Teufel dürften außerdem festgestellt haben, dass die Lautrer Treffer auffällig ähnlich wie in der Vorwoche gegen Fürth herausgespielt wurden. Auf die Frage, ob neuerdings besonders viel im taktischen Bereich trainiert werde, antwortete Ivan Prtijan mit einem wissenden Schmunzeln: "Wir haben ja die ganze Woche Zeit, uns mit der Taktik zu beschäftigen. Das ist unser Job und das machen wir auch. Natürlich gehen wir mit einem Plan rein."

"Mit Paul (Anm. d. Red. Joly) und Mika haben wir zwei gute Flankengeber und dann steht Ivan da und macht die Tore überragend", fasste Luca Sirch das Offensivspiel seiner Mannschaft zusammen. Mika Haas ergänzte seinerseits, dass die Abstimmung, die anfangs noch gefehlt habe, inzwischen immer besser zu spüren sei.

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: "Pressing war Hauptthema"

"Es ist schön, wenn du die Tore dann so rausspielst. Wenn du solche Flanken bringst und wenn Ivan Prtajin seinen Riecher wiederfindet", freute sich FCK-Coach Torsten Lieberknecht, der während der Partie "viele richtige Dinge im Spiel gegen den Ball" auf Seiten seiner Mannschaft gesehen hatte. Das Team habe viel investiert und den Gegner über die gesamte Spielzeit "viel stressen" wollen. Insgesamt sei man ein hohes Risiko gegangen und das habe sich gelohnt.

Kapitän Ritter erneut auf der Bank

In der zweiten Hälfte meldete sich auch Marlon Ritter zu Wort. Per Ecke leitete der Kapitän, der wie auch in Fürth zunächst auf der Bank saß, das 4:1 ein. "Es ist schwer, wenn man seinem Kapitän im persönlichen Gespräch mitteilen muss, dass er nicht von Anfang an spielt. Er macht es mir aber auch leicht, weil er das Besprochene versteht", so Torsten Lieberknecht im Anschluss an die Partie. "Da zeigt er sich als richtiger Kapitän und ich bin stolz auf ihn."