Premierentor für Mergim Berisha

Nach frühem Doppelschlag: FCK gewinnt Südwestduell gegen den Karlsruher SC

Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Sieglos-Serie in der 2. Liga beendet und einen verdienten Heimerfolg gegen den Karlsruher SC gefeiert.

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Stand

Von Autor/in Johann Schicklinski

Der 1. FC Kaiserslautern hat das Südwestduell gegen den Karlsruher SC am 26. Spieltag der 2. Liga mit 3:0 (2:0) gewonnen. Semih Sahin (3. Minute), Mergim Berisha (14.) und Mahir Emreli (90.+4) trafen für die Roten Teufel, die bereits das Hinspiel bei den Badenern mit 3:2 für sich entschieden hatten. Der Sieg der Pfälzer geht vollauf in Ordnung. Der weitgehend ideenlose KSC blieb vor allem in der Offensive vieles schuldig, während die Gastgeber, beflügelt durch den frühen Doppelschlag, das Spiel weitgehend kontrollierten.

Der FCK bleibt nach dem Heimerfolg Siebter, darf aber mit nun 40 Punkten auf dem Konto den Blick wieder nach oben richten. Der Tabellendritte Elversberg hat bei noch acht ausstehenden Spielen aktuell acht Zähler mehr auf dem Konto als die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht. Karlsruhe (34) hat indes acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16.

Christian Eichner: "Spiel in den ersten 15 Minuten verloren"

"Wir haben das Spiel in den ersten 15 Minuten durch individuelle Fehler verloren", monierte KSC-Trainer Christian Eichner nach dem Match. "Wir hatten bis auf die Schlussphase kaum einen Zutritt zu diesem Spiel."

Auf Kaiserslauterer Seite freute sich Torschütze Sahin über einen "perfekten Tag. Wir wussten, wie wichtig dieses Derby ist. Der Druck war groß. Wir haben gut standgehalten und verdient mit 3:0 gewonnen".

Die sportliche Brisanz der Partie war vorab zumindest tabellarisch etwas gedämpft - nach zuletzt zwei Pleiten in Serie empfing der FCK als Tabellensiebter den Achten KSC, der zuletzt dreimal ungeschlagenen geblieben war. Aufgrund der Rivalität der beiden Klubs und ihrer Fan-Lager war die Partie dennoch deutlich mehr als ein "normales Mittelfeld-Duell" der 2. Liga.

Semih Sahin mit dem Führungstreffer für den FCK

Die Roten Teufel erwischten einen Start nach Maß. Paul Joly scheiterte in der dritten Minute am stark reagierenden KSC-Keeper Hans Christian Bernat, den Abpraller legte Naatan Skyttä klug für Sahin auf, der aus 15 Metern unhaltbar zum 1:0 für die Gastgeber einschoss.

Premierentreffer für Mergim Berisha

Nur knapp zehn Minuten später legte der FCK nach. Nach einem Freistoß von Marlon Ritter von der linken Seite sprang der Ball kurz vor Bernat noch einmal auf. Der dänische Torhüter ließ den Ball nach vorne prallen, wo Berisha keine Mühe hatte, aus Nahdistanz abzustauben (14.). Ein klarer Fehler von Bernat - somit hieß es 2:0 für die Pfälzer. Für Winter-Neuzugang Berisha war es im vierten Pflichtspiel der erste Treffer für Lautern.

Karlsruhe tat sich gegen die in der Defensive sicher stehenden Pfälzer schwer, in den gegnerischen Strafraum zu gelangen. Der FCK agierte indes beflügelt durch die Zwei-Tore-Führung und ließ Ball und Gegner laufen. Nach einem Freistoß von Skyttä hätte es fast 3:0 für Kaiserslautern gestanden, doch der vom Finnen gezirkelte Ball ging äußerst knapp drüber (22.).

Hans Christian Bernat rettet zweimal für den KSC

Die Roten Teufel hätten gegen einen mittlerweile verunsicherten Gegner vor der Pause noch nachlegen können, Sahin (39.) und Joly scheiterten aber jeweils am nun stark reagierenden Bernat. So ging es mit dem verdienten 2:0 für die Hausherren in die Halbzeit.

Luca Sirch trifft den Pfosten

Fast hätte der FCK auch in der zweiten Halbzeit einen Frühstart hingelegt, doch Skyttä verzog nach guter Vorarbeit von Mika Haas aus aussichtsreicher Position (48.). Wenig später traf Luca Sirch nach Pass von Joly den Innenpfosten (58.). Und Karlsruhe? Fabian Schleuseners Abschluss von halblinks wurde von Lauterns Verteidiger Ji-Soo Kim geblockt (57.).

Die Gäste wurden nach knapp einer Stunde mutiger - auch weil der FCK etwas zu sehr in den Verwaltungsmodus schaltete. Wirklich zwingend wurde der KSC allerdings nicht - das Team von Trainer Christian Eichner hatte weiterhin Probleme, zu Torgelegenheiten zu gelangen.

Julian Krahl pariert gegen Fabian Schleusener - Mahir Emreli trifft spät

Kaiserslautern stand jetzt tief, überließ Ball und Spiel in torfernen Räumen den Gästen, um nach Ballgewinnen schnell umzuschalten und auf Konter zu lauern. Allerdings fehlte diesen meist die letzte Präzision. Schleusener kam kurz vor Schluss noch zu einer guten Gelegenheit für die Gäste, scheiterte aber aus dem Gewühl an FCK-Torwart Julian Krahl. Auf der Gegenseite traf der eingewechselte Emreli in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand und sorgte für Riesenjubel im Fritz-Walter-Stadion. Es war Emrelis erstes Zweitligator für Kaiserslautern.

Letztlich war es ein verdienter Heimerfolg der Pfälzer, bei denen insbesondere Skyttä und Sahin zu überzeugen wussten. Der KSC war vor allem in der Offensive zu harmlos, um Punkte vom Betzenberg entführen zu können. Ein Rückschlag nach zuletzt sieben Zählern aus drei Spielen.

Weiter geht es für den Karlsruher SC bereits am Freitagabend (20.03., 18:30 Uhr), wenn die Badener die SpVgg Greuther Fürth empfangen. Einen Tag später (21.03., 13 Uhr) muss der 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Nürnberg ran.