Auch am Tag nach dem 2:0-Heimerfolg des 1. FC Kaiserslautern gegen Arminia Bielefeld war die riesige Erleichterung auf und rund um den Betzenberg zu spüren. Auch, wenn es keiner der Protagonisten bei den Roten Teufeln zugeben wollte, war der Druck bei den Pfälzern nach zuvor drei torlosen Niederlagen hoch gewesen.
"Für die Stimmung, nicht nur in der Kabine, sondern auch außenrum, war es sehr wichtig, dass wir einen versöhnlichen Abschluss hatten", sagte FCK-Kapitän Marlon Ritter am Samstag (09.05.) im Interview mit SWR Sport. "Es war schön, dass wir den Spielern, die verabschiedet wurden, und unseren Fans noch einmal einen Heimsieg schenken konnten."
Marlon Ritter an beiden Toren beteiligt
Ritter war einer der Protagonisten beim wochenlang ersehnten Sieg. Erst verwandelte der Angreifer einen Foulelfmeter souverän zum 1:0 (15. Minute). Der Routinier war dann auch am zweiten Lauterer Tor beteiligt, als er in der 29. Minute die Vorarbeit zum 2:0 von Simon Asta lieferte.
2. Bundesliga "Leute gehen mit einem Lachen nach Hause" - FCK nach Heimsieg erleichtert
Nach drei Niederlagen in Folge hat der 1. FC Kaiserslautern sein letztes Heimspiel der Saison gewonnen. Schon vor dem Anpfiff wurde es emotional.
"Marschroute: von Anfang an Gas geben!"
Der Sieg gegen Bielefeld war laut Ritter auch eine "Frage der Ehre". "Das letzte Heimspiel einer Saison bleibt immer im Gedächtnis", analysierte er. "Deswegen war die Marschroute klar: von Anfang an Gas geben! Mit einem schnellen Tor im Rücken lässt sich so ein Spiel dann auch einfacher spielen."
Ritter wertete den Heimerfolg auch als Zeichen in Richtung Trainer Torsten Lieberknecht, der von Teilen der Fans zuletzt deutlich kritisiert worden war. "Hier in Kaiserslautern geht es immer schnell, auch in Sachen Trainer. An einem Tag wirst du geliebt, am nächsten gehasst. Man hat deshalb gegen Bielefeld gesehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten. Und das haben wir auch erreicht."
Die Stimmung vor dem Saisonfinale in Magdeburg (17.05., 15:30 Uhr) sei auf dem Betzenberg nun wieder entspannter, so Ritter: "Hier geht es immer schnell. Wenn du gewinnst, tragen sie dich auf den Schultern durch die Stadt. Wenn du verlierst, gehst du besser nicht in die Stadt."
"Es ist ein Privileg, für den FCK spielen zu dürfen"
Dieses emotionale Auf und Ab sei bei Vereinen wie dem 1. FC Kaiserslautern aber intendiert, sagte der FCK-Kapitän mit einem Augenzwinkern. "Deshalb ist es ein Privileg, für einen solchen Klub spielen zu dürfen."
Bereits vor dem Magdeburg-Spiel zog Ritter schließlich noch eine erste Saisonbilanz. "Durchwachsen, wir haben nie Konstanz reinbekommen. Sonst hätte mehr nach oben gehen können", urteilte der Offensivspieler und blickte voraus: "Aus diesem Jahr können wir aber viel mitnehmen. Wir haben viel gelernt - und deswegen können wir uns auf die nächste Saison freuen."