Wer gedacht hat, das furiose 4:1 gegen Holstein Kiel in der Vorwoche sei die Wende zum Positiven beim 1. FC Kaiserslautern, der hat sich getäuscht. Die Roten Teufel boten bei Eintracht Braunschweig am 14. Spieltag der 2. Liga eine enttäuschende Leistung und waren mit der 0:2-Niederlage beim niedersächsischen Kellerkind noch gut bedient. FCK-Keeper Julian Krahl war bester Akteur seiner Mannschaft und verhinderte mit zahlreichen Paraden eine höhere Pleite, die durchaus drin und auch verdient gewesen wäre.
Eintracht Braunschweig beendet Negativ-Serie
Max Marie (34. Minute) und Erencan Yardimci (49.) trafen für Braunschweig, das zuvor viermal in Serie verloren hatte. Der FCK hat indes in den letzten fünf Partien nur einen Sieg geholt. Dementsprechend war die Stimmung bei den Pfälzern nach der Partie. "Wir haben jeden wichtigen Zweikampf verloren. Wir haben keine zweiten Bälle gewonnen. Wir haben die Eintracht ganz locker spielen lassen. Das ist dann einfach zu wenig, um in der 2. Liga einen Sieg zu holen", lautete das vernichtende Fazit von Kapitän Marlon Ritter im ARD-Interview.
FCK-Kapitän Marlon Ritter: "Dann ist das zu wenig"
Eine Erklärung für die schwache Leistung seiner Mannschaft hatte Ritter nicht, auch wenn er es versuchte: "Es hat heute wieder nicht gereicht, aber es war nicht so, dass jemand nicht wollte. Dieser Biss, den wir letzte Woche hatten, der war heute einfach nicht da - und dann ist das zu wenig. In allen Belangen!"
Torsten Lieberknecht: "Sind überhaupt nicht ins Funktionieren gekommen"
Kaiserslauterns Trainer Torsten Lieberknecht war ähnlich unzufrieden wie sein Kapitän. "Ich bin schwer enttäuscht, weil wir es nicht geschafft haben, an die Leistung der Vorwoche anzuknüpfen", monierte der Coach. "Wir sind heute überhaupt nicht ins Funktionieren gekommen." Das habe vor allem daran gelegen, dass der FCK "nicht in die Zweikämpfe gekommen ist", so Lieberknecht weiter. "Das bin ich so nicht gewohnt von meiner Mannschaft. Seit ich in Kaiserslautern bin war das in allen Bereichen mit die schlechteste Leistung."
Die Roten Teufel sind nun mit weiterhin 23 Zählern auf Platz sieben, weisen nun aber bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz drei auf. Nächste Woche wartet mit Dynamo Dresden das nächste Team, das gegen den Abstieg kämpft (06.12.,13 Uhr). "Wir müssen unsere Learnings ziehen und schauen, warum wir es nicht schaffen, die Gier auf den Sieg in jedem Spiel zu haben", so Lieberknecht mit Blick auf die nächsten Aufgaben.
SWR Sport | 19.04. ab 21:45 Uhr SWR Sport mit Hoffenheims Andi Schicker und der Meisterfrage in der Bundesliga
Entscheidet sich am Wochenende die Meisterschaft zugunsten des FC Bayern? Hoffenheim könnte gegen Dortmund Schützenhilfe leisten. Studiogast bei SWR Sport ist TSG-Geschäftsfühter Andi Schicker.
"Fahren nach Berlin, um eine Runde weiterzukommen"
Vor dem Match gegen Dresden steht allerdings am Dienstag (02.12.) das DFB-Pokal-Achtelfinale bei Hertha BSC für den FCK an. Eine Partie, in welcher der Turnaround vollzogen werden soll, fordert FCK-Kapitän Ritter. "Das Gute ist: Wir haben am Dienstag die Chance, es wieder besser zu machen. Wir fahren nach Berlin, um da eine Runde weiterzukommen", blickte er voraus - und dann noch einmal auf Braunschweig zurück: "Das ist das einzig positive heute - dass das nächste Spiel schon am Dienstag ist."