Wildes Remis gegen Dresden

"Unfassbares Gefühlskarussell": KSC-Aufholjagd gegen Dynamo bleibt unvollendet

Der Karlsruher SC hat in der Nachspielzeit ein Remis gegen Dynamo Dresden gerettet. KSC-Trainer Christian Eichner bemängelt die "lange Leitung" vor der Pause, sieht aber auch die Faszination des Spektakels. Und fast hätte es noch zum Sieg gereicht.

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Nach dem 3:3 (1:3) gegen Dynamo Dresden wussten sie beim KSC nicht so recht, wie sie den einen Punkt bewerten sollten. Nach den Treffern von Niklas Hauptmann (3. Minute/44.) und Ben Bobzien (28.) für Dynamo sowie Marvin Wanitzek (23. und 90.+4, jeweils Foulelfmeter) und Louey Ben Farhat (68.) hatte Trainer Christian Eichner ein "unfassbares Gefühlskarussell" erlebt, wie er im Sportschau-Interview sagte.

Die packende Begegnung war für den 43-Jährigen Werbung für den Fußball: "Das sind so Momente, mit solchen Spielverläufen, für die man eine Mannschaftssportart betreibt und warum man Trainer in einer Mannschaftssportart ist."

Dabei war Eichners Team im ersten Abschnitt vieles schuldig geblieben. "Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Hälfte ein klar besserer Gegner, in der zweiten Hälfte aus meiner Sicht ein klar besserer KSC. Ergibt am Ende ein gerechtes Unentschieden", so der Coach.

Eichner bemängelt "lange Leitung" beim KSC

Der KSC hätte nach zuletzt zwei Siegen eigentlich mit Vertrauen in die eigenen Stärke auftreten können - das tat jedoch nur Dynamo. "Der Gegner kam mit viel Selbstvertrauen ins Spiel, auch mit einer gewissen Leichtigkeit", sagte Eichner. Seine eigene Mannschaft habe dagegen in der ersten Halbzeit "extrem träge im Kopf" agiert. "Dadurch war die Leitung extrem lang nach unten. Dieser Doppelpack hat dann dazu geführt, dass der Gegner völlig zurecht mit zwei Toren Unterschied geführt hat."

Und doch hatte Eichner die Hoffnung zur Pause längst nicht aufgegeben. "Trotzdem habe ich in der Halbzeit noch an das 4:3 geglaubt. Weil ich weiß, dass diese Liga deswegen von euch allen so geliebt wird, weil sie das möglich macht. Und ich hätte fast Recht behalten", sagte Eichner und sprach die Szene in der Nachspielzeit an, als Ben Ferhat den vermeintlichen Siegtreffer erzielte, aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.

Himmelmann beim Debüt fehlerhaft

Ein unglückliches Pflichtspiel-Debüt für den KSC erlebte Robin Himmelmann. Der Ersatztorhüter kam nach 63 Spielen auf der Bank wegen der Gelbsperre von Stammkeeper Hans Christian Bernat erstmals für den KSC zum Einsatz und musste schon in Hälfte eins drei Gegentore hinnehmen. Gleich in der dritten Minute sah der 37-Jährige beim 0:1 von Hauptmann nicht gut aus. 

Eichner stellte zwar fest, dass die Dynamo-Führung vermeidbar gewesen sei, nahm den 37-Jährige jedoch in Schutz und hatte noch einen ungewöhnlichen Tipp zur Abendgestaltung. "Wenn ein Torhüter lange nicht gespielt hat. dann braucht er seine Kollege. Das war in der ersten Halbzeit zu wenig der Fall. In der zweiten Halbzeit hält er uns mit einer Aktion im Spiel. Ich glaube, dann kann er heute Abend mit all seiner Erfahrung und Ruhe ein Glas Wein trinken."

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Redakteur/in
Michi Glang
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