Auswärtssieg in Magdeburg

FCK-Kapitän Marlon Ritter: "Wir als Mannschaft müssen hier für Ruhe sorgen!"

Der 1. FC Kaiserslautern feiert mit dem Auswärtserfolg in Magdeburg einen versöhnlichen Saisonabschluss. Nach der Partie zieht FCK-Kapitän Marlon Ritter ein Fazit und blickt zurück.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Tabellensechster, 52 Punkte, nie ernsthaft in Gefahr gewesen. Auf dem Papier lesen sich die Zahlen der Saison des 1. FC Kaiserslautern durchaus gut. Und doch gehen die Roten Teufel mit dem Gefühl aus der Spielzeit, dass mehr drin gewesen wäre. Durchwachsene, teilweise auch schwache Leistungen in den letzten Wochen sorgen für eine gewisse Unzufriedenheit.

Kaiserslautern

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Da war das 1:0 in Magdeburg am 34. und letzten Spieltag der aktuellen Zweitliga-Saison ein Stimmungsaufheller für die Pfälzer. Beide Mannschaften lieferten zum Abschluss ein zähes Spiel mit wenigen Höhepunkten und Chancen. Marlon Ritter (63. Minute, Handelfmeter) erzielte den goldenen Treffer für Kaiserslautern. Nach der Partie sprach der FCK-Kapitän am ARD-Mikrofon über das finale Match und wagte zudem einen Ausblick.

ARD: Marlon Ritter, wie viel Spaß hat es gemacht, sich hier von den Fans für den Auswärtssieg in Magdeburg feiern zu lassen?

Marlon Ritter: Es ist natürlich immer spaßiger, nach einem Sieg zu den Fans zu gehen. Es waren wieder sehr viele Anhänger da, obwohl es für uns um nicht mehr ganz so viel ging. Aber sie begleiten uns das ganze Jahr, obwohl sie auch oft Scheiß-Auftritte zu sehen bekommen haben. Die Fans waren oft unzufrieden - wir ebenso. Wir haben in den Auswärtsspielen nicht die Punkte geholt, die wir uns vorgestellt haben. Deswegen war das heute ein gelungener Abschluss.

Der Knotenlöser war Ihr Elfmeter?

Es war am Anfang ein bisschen unruhig, aber allgemein war das kein schlechtes Spiel von uns. Magdeburg ist aber auch eine Mannschaft, die echt gut Fußball spielen kann. Wir hatten auch Glück, dass uns Torhüter Jens Krahl beim Stand von 0:0 vor einem Rückstand bewahrt hat. Dann kriegen wir den Elfmeter, führen mit 1:0 und verteidigen es gut bis zum Ende weg.

Wie ist denn die Gefühlslage nach dieser Saison bei Ihnen?

Bei uns im Verein gibt es ja immer Diskussionen. Als ich vor sechs Jahren kam, ist nach zwei Wochen der Trainer entlassen worden. Wenn man hier ein paar Spiele gewinnt, ist alles super. Wenn man zweimal verliert, ist der Trainer scheiße, die Mannschaft ist scheiße und der Kader ist schlecht zusammengestellt. Deswegen müssen wir als Mannschaft dafür sorgen, dass im Umfeld mehr Ruhe herrscht. Wir wissen das aber einzuschätzen und können ganz gut mit der Situation umgehen.