Nach dem Abpfiff im Kieler Holstein-Stadion war die Erleichterung spürbar. Nicht beim 1. FC Kaiserslautern, der an diesem Abend eine bittere bis peinliche Niederlage im hohen Norden hinnehmen musste. Sondern beim Heimteam, das mit dem 3:0-Erfolg (3:0) gegen die Roten Teufel einen großen Schritt zum Klassenerhalt ging.
Klar, dass auch die Kamerabilder erstmal die feiernden Kieler Spieler einfingen. Wer auf Eindrücke aus der FCK-Mannschaft wartete, musste sich minutenlang gedulden. Der FCK stand an diesem Abend einfach nicht in der Hauptrolle, ein Schicksal, dass die Saison der Roten Teufel wohl trefflich beschreibt.
Kapitän Marlon Ritter schreibt Aufstieg endgültig ab
Denn die verdiente Niederlage dürfte auch die letzte Aufstiegsambition des 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison zerschlagen haben. Das deutete auch FCK-Kapitän Marlon Ritter nach dem Spiel im Sportschau-Interview an. "Für alle, die noch geträumt haben, die werden jetzt wach werden und sehen, dass es nicht mit dem Aufstieg reicht", sagte der enttäuschte Mittelfeldspieler.
Ritter gab der fehlenden Widerstandsfähigkeit der Mannschaft die Schuld an der Niederlage: "Wir fahren hier nicht hin um uns den Arsch versohlen zu lassen, sondern wir müssen dagegen halten. Das ist uns leider nicht gelungen." In der Halbzeitpause sei es beim Stand von 3:0 für Kiel dann "schon mal laut" geworden. Auf dem Platz ließ die Mannschaft aber auch in der zweiten Halbzeit die Intensität vermissen.
Trainer Torsten Lieberknecht will über Personalentscheidungen nachdenken
Trainer Lieberknecht sprach nach dem Spiel erst die positiven Aspekte des Spiels seiner Mannschaft an. Man habe "in den ersten 16 Minuten ein perfektes Spiel gemacht", sagte der Trainer im Sportschau-Interview. "Alles im Griff gehabt, den Gegner in seinem Aufbau nicht ins Spiel kommen lassen. Drei hundertprozentige Torchancen."
Durch das sehenswerte 0:1 aus Lautrer Sicht durch Kiels Umut Tohumcu (16. Spielminute) sei man dann "auf die Verliererstraße" gekommen. Danach habe man "den einen oder anderen Fehler zu viel" gemacht. Das 0:2 durch Phil Harres (36.) und das 0:3 durch David Zec (40.) noch vor der Pause waren die Folge.
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Als eines der Ziele für die letzten vier Spiele der Saison gab Lieberknecht "für einige Jungs" aus, sich zu empfehlen. "Sich in eine Situation zu bringen, wo wir auch über Personalentscheidungen nachdenken müssen und werden". Um die Saison noch versöhnlich zu Ende zu bringen, bietet sich dem 1. FC Kaiserslautern am Freitag gegen Eintracht Braunschweig die nächste Chance. Anpfiff ist um 18:30 Uhr auf dem Betzenberg (live im Audiostream auf swr.de/sport).