Fußball | 2. Bundesliga

Der neue FCK-Stürmer Mahir Emreli: "Habe mich in die Atmosphäre verliebt"

Die weitgereiste FCK-Neuverpflichtung Mahir Emreli hat schon in einigen Stadien Tore geschossen. Auf eines freut sich der 28-Jährige aber ganz besonders: seine neue Heimat, den Betzenberg.

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Von Autor/in Sophie Salmen

Die Verpflichtung von Mahir Emreli soll beim 1. FC Kaiserslautern die Lücke füllen, die der Weggang von Topscorer Ragnar Ache zum 1. FC Köln gerissen hat. Und man merkt dem 28-Jährigen, der vom 1. FC Nürnberg ablösefrei zum FCK wechselte, im Gespräch mit SWR Sport am Rande des Fantreffens im Trainingslager an, dass er bereit ist für das FCK-Trikot. "Ich bin so glücklich und aufgeregt, ein Teil dieses Klubs zu sein", sagt Emreli. "Ich kann den Saisonstart in diesem wunderbaren Stadion auf dem Betzenberg gar nicht erwarten."

Emreli schwärmt vom Fritz-Walter-Stadion

Das erste Zweitliga-Heimspiel mit dem 1. FC Kaiserslautern steht für Emreli am 2. Spieltag (Samstag, 09.08. / 20:30 Uhr) gegen den FC Schalke an. Samstagabend-Spiel, Flutlicht-Atmosphäre, ausverkauftes Fritz-Walter-Stadion. Vorher gibt es noch das Testspiel zum FCK-Jubiläum gegen die AS Rom (Samstag, 26.07., ab 17:50 Uhr, live im SWR Fernsehen) - Emreli kann es kaum abwarten, denn den Betzenberg kennt er schon aus seiner Zeit beim Liga-Konkurrenten Nürnberg.

"Bereits als ich mit Nürnberg gegen Kaiserslautern gespielt habe, habe ich mich in die Atmosphäre und die Fans verliebt", gibt er zu. "Obwohl ich der Gegner war, hat es so viel Spaß gemacht, dort zu spielen. Als wir dort hingefahren sind, war alles rot und voller Teufel-Logos. Da habe ich mit meinen Mannschaftskollegen gescherzt: 'Fahren wir in die Hölle?'", so Emreli lachend.

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Das von ihm beschriebene Spiel zwischen dem FCK und Nürnberg am 29. Spieltag der vergangenen Saison war ebenfalls eine Samstagabend-Partie. Emreli weiß also, von was er spricht, wenn er von der Atmosphäre auf dem Betzenberg schwärmt. Und auch das Toreschießen im Fritz-Walter-Stadion kennt er bereits. Beim Traditionsduell zwischen den Cluberern und dem FCK siegte der FCN mit 2:1 – Torschütze zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung der Nürnberger: Mahir Emreli mit einem Traumtor ins lange Eck. Solche Treffer will er in Zukunft natürlich für seinen neuen Verein beisteuern.

Weitgereister Emreli bringt viel Erfahrung mit

Der Aserbaidschaner kommt mit der Empfehlung von zehn Toren in 24 Zweitligaspielen in die Pfalz. Im Poker um den 28-Jährigen soll sich der FCK gegen große Konkurrenz durchgesetzt haben - nach Angaben mehrerer Medien aus seiner Heimat stand Emreli auch bei Hertha BSC, der TSG Hoffenheim und dem englischen Zweitligisten Hull City auf dem Zettel.

"Nachdem ich mit den Verantwortlichen beim FCK gesprochen hatte, merkte ich, dass ich auch ihre fußballerischen Pläne gut finde", erklärt Emreli die Gründe für die Entscheidung nach Kaiserslautern zu gehen. "Was ich am besten fand, waren ihre Ambitionen – angefangen von den Spielern über den Sportdirektor bis hin zum Präsidenten. Alle haben Ambitionen, dass dieser Klub immer mehr erreicht. Das hat mich beeindruckt."

Der Mann aus Baku muss es wissen, hat er in seiner Karriere doch bereits einige Stationen hinter sich. Über die aserbaidschanischen Klubs FK Baku und Qarabag FK kam er 2021 zu Legia Warschau, wo er in 33 Pflichtspielen elf Tore erzielte. Weitere Stationen waren Dinamo Zagreb und der türkische Klub Konyaspor, bevor er sich dem 1. FC Nürnberg anschloss. Für seine Heimat Aserbaidschan lief er bereits in 53 Länderspielen auf, sein Debüt feierte er 2017 im Alter von 20 Jahren.

FCK-Neuzugang Emreli: "Wichtigste ist, dass das Team gewinnt"

Seine Spielphilosophie, egal in welchem Trikot, beschreibt Emreli so: "Ich bin eher ein Spielertyp, der läuft und kämpft. Klar, ich möchte auch viele Abschlüsse bekommen und niemand liebt das Toreschießen mehr als ich. Aber das Wichtigste für mich ist, dass das Team gewinnt, dass wir die drei Punkte holen. Selbst wenn ich in einem Spiel zwei Tore schieße, aber wir dann dennoch verlieren, dann haben diese Treffer keine Bedeutung für mich", so Emreli weiter.

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Dem 1,87-Meter großen Stürmer, der bei den Pfälzern die Rückennummer zehn trägt, merkt man an: Er will sich reinhauen für den FCK – und für dessen Anhänger: "Ich möchte mit den Fans Spaß haben während des Spiels. Manchmal werde ich dann ein wenig verrückt, schreie, feuere sie an", gibt er zu. Aber er könne sich nicht vorstellen, dass man – angetrieben von fast 50.000 Menschen im Fritz-Walter-Stadion – mal stehenbleibe. Und so beendet Emreli das Interview im Trainingslager mit folgendem Versprechen: "Wir müssen rennen, wir müssen kämpfen, wir müssen für sie unser Bestes geben." Worte, mit denen er vielen FCK-Fans mit Sicherheit aus der Seele sprechen wird.