Fußball | 2. Bundesliga

Semih Sahin - der neue Mittelfeld-Motor des FCK

FCK-Neuzugang Samih Sahin: Wie Marlon Ritter ihn überzeugte, für die Roten Teufel zu spielen – und warum der Aufstieg ein Ziel bleibt.

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Von Autor/in Michael Richmann

Auf das erste Heimspiel mit dem 1. FC Kaiserslautern am 2. Spieltag (09.08. / 20.30 Uhr) freut sich Semih Sahin ganz besonders: "Die Vorfreude ist schon extrem", erzählte der 25-Jährige im Interview mit SWR Sport. "Ich hatte noch nie ein Samstagabend-Spiel. Ich freue mich, dass das jetzt so früh kommt - auch gegen Schalke." Dabei kennt der Neuzugang die große Bühne eigentlich schon ganz gut. Vergangene Saison lenkte Sahin noch das Spiel der SV Elversberg, er führte die Saarländer in die Relegation und unterlag dort nur knapp dem 1. FC Heidenheim.

Den Betzenberg kennt Semih Sahin schon aus seiner Zeit in Elversberg: Das 1:1 an einem Freitag Abend im März 2025 war auch ein Flutlichtspiel auf dem Betzenberg und mit 49.068 Menschen war das Fritz-Walter-Stadion ähnlich voll wie vermutlich beim anstehenden Spiel am 9. August. Der entscheidende Unterschied: Seit Sommer ist Sahin ein Roter Teufel. "Wenn so ein großer Verein wie Kaiserslautern ruft, überlegt man nicht so lange." Er habe gute Gespräche mit Trainer Torsten Lieberknecht und Sportvorstand Thomas Hengen geführt.

FCK-Kapitän Ritter schwärmte Sahin vom Betzenberg vor

Falls es danach noch leise Restzweifel gegeben haben sollte, ob der Transfer zum FCK die richtige Entscheidung sei, sein neuer Kapitän hat sie alle ausgeräumt: "Marlon hat mich auch nochmal heiß gemacht, und dann ging das eigentlich relativ schnell." Marlon Ritter, der in der kommende Saison Sahins Tandem-Partner im zentralen Mittelfeld werden könnte, habe mit ihm auf dem Weg in den Urlaub telefoniert: "Er hat einfach erzählt, wie geil das ist, in diesem Stadion zu spielen mit dieser Atmosphäre." Danach war Semih Sahin Feuer und Flamme, für die roten Teufel zu spielen.

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Im Gespräch mit Sahin merkt man: Er wird sich reinhauen für den FCK: "Wir haben ein Ziel: Wir wollen in jedem Fall besser abschneiden, als vergangene Saison." Da hat der FCK lange um den Aufstieg mitgespielt, geriet am Saisonende jedoch mehr und mehr ins Taumeln und landete letztlich auf Platz sieben. "Daran werden wir arbeiten", sagte Sahin.

Sahin mit viel Dynamik und gutem Auge

Persönlich möchte er sein Traum-Jahr mit der SV Elversberg noch einmal toppen: "Auch wenn es vielleicht schwierig wird. Aber ich gebe mein Bestes." Sahin glänzte mit seiner Spiel-Intelligenz - kluge Pässe, gezielte Dribblings, mit gutem Auge in der Defensive, schnell und dynamisch im Umschalten. Letztlich standen vier Tore und drei Vorlagen zu Buche. Und hätte er nicht den kompletten Herbst und große Teile des Winters wegen Wadenproblemen verpasst, seine Statistik würde sicherlich noch besser aussehen.

Chefcoach Lieberknecht freut sich auf seinen neuen Mittelfeld-Motor: "Schön, dass er jetzt auch mit auf dem Platz ist und er sofort zeigt, was er wirklich für ein genialer Fußballer ist", sagte der 51-Jährige über den gebürtigen Mannheimer Sahin. Wenn er das künftig auch im Trikot der Roten Teufel beweist, werden die FCK-Fans seine Waldhof-Vergangenheit bestimmt ignorieren. Für seine FCK-Zukunft ist Sahin jedoch optimistisch - nicht nur wegen Ritter. Er freut sich auf Schalke, das Flutlicht und die 49.000.