1. FC Kaiserslautern

Mahir Emreli – der FCK-Neuzugang ist in der Pfalz noch nicht angekommen

Mahir Emreli sollte die Offensive des 1. FC Kaiserslautern verstärken, stand seit dem 3. Spieltag aber nicht mehr für den FCK auf dem Platz. Seine sportliche Zukunft bei den Roten Teufeln ist momentan offen.

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Von Autor/in Michael Spindler

Es war eine Wunschhochzeit. Aber die Realität - sprich der Alltag des Fußballgeschäfts - hat die Beziehung zwischen Mahir Emreli und dem FCK schnell eingeholt. Emreli sollte beim FCK den nächsten Karriereschritt machen. Nach Stationen bei Legia Warschau und Dinamo Zagreb sowie dem 1. FC Nürnberg war der 28-jährige Aserbaidschaner stolz auf sein Engagement beim 1. FC Kaiserslautern.

Transfer mit hohen Erwartungen

"Der 1. FC Kaiserslautern ist ein großer Klub, ich kannte den FCK auch schon, bevor ich zum Fußballspielen nach Deutschland gekommen bin. Als ich in der letzten Saison mit Nürnberg hier im Stadion gespielt habe, habe ich die Atmosphäre aufgesaugt, die Energie der Fans - das war beeindruckend und hat in meinen Entscheidungen, zum FCK zu wechseln, eine große Rolle gespielt. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht. Ich will mein Bestes geben und meinen Teil dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen", so Mahir Emreli im vergangenen Juni bei seinem Wechsel zum FCK.

Unzufriedenheit auf beiden Seiten

Inzwischen sind elf Spieltage in der 2. Bundesliga vorbei und Emreli hat nur in den ersten drei davon auf dem Platz gestanden. Sein letzter Einsatz war bei der 1:2-Niederlage des FCK in Elversberg. Logischerweise wächst die Unzufriedenheit – auf beiden Seiten. Der Spieler macht keinen Hehl daraus, dass er sich mehr Spielzeit wünscht. Es gab bereits eine Aussprache mit Trainer Torsten Lieberknecht, der klar machte, dass er mit den Trainingsleistungen von Emreli nicht zufrieden ist. Abgeschrieben hat Lieberknecht den Stürmer aber nicht. "Er hat wie jeder hier beim FCK die Chance, sich wieder in die Mannschaft zu kämpfen und dann seinen Stellenwert zu zeigen. Ich versuche, ihn dabei schützend zu begleiten", behauptet der Trainer.

Eigenwilliger Charakter

So richtiger Stammspieler war Emreli auch schon bei seinen vorherigen Stationen nicht. Das mag mal an Verletzungen, mal an Formschwankungen gelegen haben. Aber auch ein nicht ganz einfacher Charakter wird ihm nachgesagt. So soll auch Nürnbergs Trainer Miroslav Klose mit den Eigenwilligkeiten des Aserbaidschaners gehadert haben. Fakt ist aber auch: Als er seine Chance in Nürnberg bekam, erzielte er in den letzten sechs Partien beeindruckende sieben Tore. Mit dieser Bilanz kam er ablösefrei nach Kaiserslautern und hatte viele Vorschusslorbeeren im Gepäck.

Spekulationen über Wechsel in der Winterpause

Gerüchte, dass seine Zeit beim FCK bereits in der Winterpause ablaufen könnte und er einen erneuten Wechsel in Betracht zieht, lässt Emreli in Form seines Beraters Mateusz Ojog dementieren. Genauso wie einige Nebengeräusche, die Raum für Spekulationen lassen. So hat Emreli kürzlich auf Instagram ausgerechnet das Elfmeter-Tor seines früheren Nürnberger Mitspielers Robin Knoche geliked, der damit den Ausgleich gegen den FCK erzielte. Eine Provokation oder eine Petitesse, die von Boulevardmedien aufgebauscht wurde, wie sein Berater meint? Wie auch immer. Besser wären jedenfalls andere Schlagzeilen. Aber dafür muss Mahir Emreli sich wieder voll reinhängen und Leistung zeigen. Auf dem Platz. Sonst könnte die einstige Wunschhochzeit mit einer schnellen Scheidung enden.