Bundesliga

Mainz 05 feiert den Klassenerhalt und hat noch lange nicht genug

Den Klassenerhalt hat Mainz 05 geschafft. Das hatte den Mainzern im Januar schon niemand mehr zugetraut. Doch Nadiem Amiri hat noch größere Ziele.

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Von Autor/in Michael Richmann

Nadiem Amiri ist kein großes Feier-Biest. "Ich vermisse meine Kinder und meine Frau. Wenn wir landen, gehe ich direkt nach Hause", sagte der Spielmacher von Mainz 05, nachdem die Rheinhessen mit einem 2:1-Sieg beim FC St. Pauli den Klassenerhalt festgezurrt hatten. "Was die Jungs machen? Keine Ahnung. Die sollen es genießen."

Doch Nadiem Amiri hat schon wieder neue Ziele: Aber wir haben noch zwei Spiele und ich versuche in diesen zwei Spielen nochmal alles rauszuholen, damit wir noch sechs Punkte holen und dann gucken wir mal. Vielleicht sind wir Neunter. Vielleicht gewinnt Freiburg die Europa League. Schauen wir mal." Die Mainzer stehen mit 37 Punkten auf Platz zehn. Theoretisch könnten sie in den letzten beiden Saison-Spielen gegen Union Berlin (10.5.) und beim 1. FC Heidenheim (16.5.) sogar noch Eintracht Frankfurt auf Platz acht überholen.

Kommt Mainzt 05 sogar noch in die Conference League?

Sollte Mainz 05 auf diesem Weg erneut die Qualifikation für die Conference League schaffen, es wäre die noch größere Sensation als der nun schon drei Spieltage vor Schluss geschaffte Klassenerhalt. Denn vor ein paar Monaten standen die Mainzer noch am Tabellenende. Sie sind mit nur acht Punkten in die Rückrunde gestartet, hatten sich vom emotionalen Trainer Bo Henriksen getrennt und auf den eher besonnenen Urs Fischer gesetzt. "Wir haben sehr hart gearbeitet, haben sehr detailliert gearbeitet, waren viel auf dem Platz. Manchmal vielleicht etwas zu lange", erinnerte sich Amiri. "Aber man sieht ja: Es hat etwas gebracht."

Nach dem Sieg beim FC St. Pauli und dem damit geschafften Klassenerhalt konnte Mainz 05 mit den mitgereisten Fans feiern.
Nach dem geschafften Klassenerhalt ließen sich die Mainzer von ihren Fans feiern. Nun kann Mainz 05 sogar noch höhere Ziele anpeilen. IMAGO / Eibner

Mit Urs Fischer haben die Rheinhessen eine imposante Aufholjagd gestartet: "Ich bin glücklich. Im Januar haben viele gesagt: Mainz ist schon tot. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo ihr runtergeht. Jetzt haben wir es jedem gezeigt", sagte Amiri. "Wir haben an uns geglaubt."

Urs Fischer hat Mainz 05 wieder auf Trab gebracht

Der neue Trainer hat die Mainzer laut Amiri aufgerüttelt: "Urs Fischer hat einen riesen Anteil. Er hat uns aus dem Loch rausgebracht und uns wieder Selbstvertrauen gegeben. Ich glaube, die Rückrunde spricht für sich - auch unser Tabellenplatz. Und es schon ein paar Wochen vorher fix zu machen, Hut ab."

Als der Mainzer Stürmer Phillip Tietz vorbei lief und Nadiem Amiri lauthals feixend zur Kabinen-Feier bat, hatte der 29-Jährige doch etwas Lust auf Party: "Also ich feiere jetzt hier noch mit und dann geht es nach Hause."

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