Keine Weihnachtsruhe in Rheinhessen

Mainzer basteln am Rettungsplan Bundesliga: "Mainz 05 ist noch lange nicht abgestiegen"

Der FSV Mainz 05 muss um den Klassenverbleib in der Bundesliga zittern. Neues Personal soll helfen, um die Rettung zu schaffen. Der Boss ist zuversichtlich, dass diese gelingt.

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Stand

Der Weihnachtsurlaub fällt für Christian Heidel in diesem Jahr aus. "Am Heiligen Abend und vielleicht am ersten Feiertag werde ich mal an etwas anderes denken. Ansonsten ist das Arbeitszeit", sagte der Sportvorstand des Bundesliga-Tabellenletzten 1. FSV Mainz 05 über die ohnehin nur kurze Winterpause.

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Nur acht Punkte aus 15 Spielen liegen als Geschenk der Mannschaft unter dem Weihnachtsbaum. Für Heidel viel zu wenig, um die Festtage entspannt verbringen zu können. "Der Club ist keine Baustelle, aber wir haben momentan große sportliche Probleme. Die Situation ist alles andere als einfach. Wir werden in Ruhe besprechen, wie wir darauf reagieren, um es ab Januar besser zu machen", kündigte der 62-Jährige an.

Trotz der bisher schwachen Hinrunde ohne Heimsieg glaubt Heidel weiter fest an die Rettung. "Wir haben schon fünf oder sechs schwierige Abstiegskämpfe gemeistert. Das ist natürlich auch dieses Mal unser Anspruch und unser Ziel. Aber Fakt ist: Es gibt keine Garantie, dass wir es wieder schaffen", sagte Heidel und ergänzte: "Jetzt sind wir der Jäger, aber wir müssen ganz schön jagen."

Neues Personal soll im Winter kommen

Fest steht: Um den ersten Abstieg seit 2007 noch abzuwenden, soll der Kader in der Winter-Transferperiode verstärkt werden. "Wir haben den Markt sondiert und werden jetzt schauen, was möglich ist. Wenn es irgendwie geht, wollen wir natürlich Veränderungen herbeiführen, um eine bessere Rückrunde spielen zu können", sagte Heidel. 

Handlungsbedarf sieht der Mainz-Boss vor allem im Sturm. "Sicherlich müssen wir in der Offensive noch einmal genauer hingucken", so Heidel. Mit nur 13 Toren stellen die 05er gemeinsam mit dem Tabellenvorletzten 1. FC Heidenheim und dem Tabellen-16. St. Pauli den schwächsten Angriff der Liga.

Mainz 05 ist noch lange nicht abgestiegen.

Heidel schweigt zu möglichen Kandidaten

Namen von potenziellen Neuzugängen wollte Heidel nicht nennen. "Ich werde nicht sagen, wir wollen den und den und den. Dann steigen die Preise gleich um 50 Prozent", sagte er. Es werde ohnehin nicht einfach, einen Torjäger zu verpflichten. "Niemand wird sich darum reißen, zum Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga zu wechseln", so Heidel. 

Möglicherweise werden die Mainzer auch in der Abwehr personell nachlegen, auch wenn der 18 Jahre alte Kacper Potulski zuletzt mit starken Leistungen überzeugte. "Der Junge macht das überragend. Ich bin ganz sicher, dass er seinen Weg in der Bundesliga gehen wird. Das heißt aber nicht, dass wir in der Defensive nichts mehr machen. Da geht es auch um eine Risiko-Minderung", sagte Heidel.

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Neu-Trainer Fischer soll zum Retter werden

Unabhängig vom Personal sieht Heidel in der Mannschaft genügend Potenzial, um im neuen Jahr eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten. So wie schon 2021 unter Bo Svensson, als die Mainzer zum Jahreswechsel nur sechs Punkte auf dem Konto und wie jetzt vier Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz hatten. Oder 2024 unter Bo Henriksen, als die Rheinhessen nach 21 Spieltagen mit nur zwölf Zählern auf einem Abstiegsplatz standen.

Nun soll es Urs Fischer richten. Der Schweizer hat das Team nach der Amtsübernahme Anfang Dezember zumindest stabilisiert. Mit dem 59-Jährigen an der Seitenlinie haben die 05er seither nicht verloren. Allerdings gelang in vier Spielen auch nur ein Sieg - und der in der Conference League beim 2:0 gegen Samsunspor.

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"Wir sind auf dem Weg", befand der Schweizer und fügte hinzu: "Es gilt, mit einer positiven Haltung ins Jahr 2026 zu starten. Wir sind alle gefordert, es besser zu machen." Heidel glaubt fest daran, dass dies gelingt: "Es hat alles Hand und Fuß, was Urs macht. Das stimmt mich zuversichtlich. Mainz 05 ist noch lange nicht abgestiegen."

Erstmals publiziert am
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Sophie Salmen

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