Eine Hattrick-Gala beim Heimspielsieg gegen Holstein Kiel (4:1), ein Traum-Solo samt Assist beim 3:0-Erfolg gegen Dresden und acht Tore in der laufenden Zweitliga-Saison: Kaum ein anderer Spieler in der 2. Liga bekommt aktuell so viel Aufmerksamkeit wie Kaiserslauterns Naatan Skyttä. Die Fans der Roten Teufel tauften ihren Shootingstar bereits den "Finnen-Messi."
FCK-Sportchef Klos mit goldenem Händchen
"Da geht einem das Herz auf", sagt FCK-Sportchef Marcel Klos angesprochen auf die Begeisterung, die der Neuzugang am Betzenberg auslöst, gegenüber SWR Sport. Mit dem Transfer des 23-jährigen Finnen bewies Klos ein goldenes Händchen, war der quirlige Dribbler den meisten Fans aus seiner Zeit beim französischen Zweitligisten USL Dunkerque doch noch eher unbekannt.
Über Finnland und Frankreich zum FCK
Seine ersten Schritte im Profifußball machte Lauterns Königstransfer beim finnischen Erstligisten Tampereen Ilves, wo der damals 18-jährige Skyttä 2020 mit neun Scorerpunkten auf sich aufmerksam machte und das Interesse des französischen Traditionsvereins FC Toulouse weckte.
In Südfrankreich konnte sich der Zehner, auch nach einer kurzzeitigen Leihe nach Norwegen, nicht durchsetzen und schloss sich Zweitliga-Konkurrent USL Dunkerque an. Mit Dünkirchen erreichte der Finne sensationell das Halbfinale im französischen Pokal und überzeugte Marcel Klos gleich so sehr, dass die Lauterer im Sommer kolportierte 1,8 Millionen Euro nach Frankreich überwiesen.
Skyttä schwärmt von Mannschaft und Fans
"Wir sind sehr zufrieden mit ihm", erzählt Klos vor der Jahreshaupt-versammlung am Mittwoch. Klos glaubt aber auch, dass der FCK noch ein paar Prozentpunkte mehr aus den Leistungen seines Shootingstars herauskitzeln könnte. Skyttä selbst ist mit seinem Start in Lautern sehr glücklich: "Ich bin froh hier zu sein", sagt der Finne, "die Mannschaft hat mich vom ersten Tag an toll aufgenommen."
Skyttä genießt die Zuneigung der Fans und schwärmt von den "netten Menschen in der ganzen Stadt". Über die Messi-Vergleiche der Anhänger muss er schmunzeln: "Natürlich komm ich nicht einmal annähernd an Messi heran, aber es ist ein netter Spitzname", sagt der 23-Jährige lachend.
In Lautern zum Nationalspieler gereift
Mit seinen Leistungen in der zweiten Liga verdiente sich Skyttä im Oktober erstmals eine Nominierung für den A-Kader der finnischen Nationalmannschaft. Mit dem FCK will er vorerst von Spiel zu Spiel schauen und in den letzten beiden Partien vor der Winterpause die nötige Energie auf den Platz bringen. Im Fanblock in Bielefeld hoffen die Anhänger der Roten Teufel am Samstag (13.12, 13:00 Uhr) sicher auf die nächsten Traum-Solos ihres "Finnen-Messi".