Naatan Skyttä ist auf dem Betzenberg angekommen. Spätestens seit er gegen die Lilien eingewechselt wurde und den zwischenzeitlichen Ausgleich beim 3:1-Sieg erzielt hatte, hat er auch den ersten Schritt in die Herzen der FCK-Fans gemacht.
"Es war ein tolles Gefühl, mein erstes Tor zu erzielen", sagte Skyttä vor dem Spiel am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth. "Ich habe es mir nochmal angesehen, aber natürlich nicht in Endlosschleife. Letztlich war es 'nur' ein Tor und ich hoffe, dass weitere dazukommen."
FCK: Lieberknecht zufrieden mit Skyttäs Entwicklung
Dass der Finne sein Team direkt wieder "angetrieben und die Leute zurückgeholt" hat, gefiel seinem Trainer besonders gut. "Es war für uns alle wichtig, das war der Türöffner", sagte Torsten Lieberknecht. Skyttä sagt dazu: "Wir hatten ein Heimspiel. Und ich hatte das Gefühl, dass wir das noch gewinnen." So sei es dann auch besser gewesen, "das 2:1 und 3:1 zu bejubeln". Klingt nach einem echten Teamplayer.
Generell ist der Trainer mit der Entwicklung des 23-Jährigen seit seinem Wechsel zum FCK zufrieden: "Er wird sukzessive besser - über die Trainingsarbeit und die Einsätze." Ob Skyttä in Fürth in der Startelf stehen werde, ließ Lieberknecht jedoch offen. Schließlich hatte er gegen Darmstadt als Joker geglänzt und konnte in der Woche zuvor beim Startelf-Debüt in Elversberg nicht überzeugen. - wie der Rest der Mannschaft.
Klar ist: Ein Spieler wie Skyttä tut dem Kader der Pfälzer gut. Der Finne, der sich nach eigener Aussage gerne zwischen den Linien bewegt und den Ball hat, bringt ein belebendes Element ins Offensivspiel und verfügt über ein starkes Passspiel. Vom Spielertyp ähnelt er ein wenig Marlon Ritter. Skyttä könnte sowohl als Ergänzung als auch als Vertretung des Kapitäns wirken.
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"Gutes Gefühl" beim Wechsel zum FCK
Anlaufschwierigkeiten hat Skyttä in Kaiserslautern nicht: "Ich komme immer noch an, aber mir geht es gut und ich fühle mich wohl. Für mich ist es einfach, mich anzupassen. Es ist einfach Teil davon, Fußballprofi zu sein."
Der 29-malige finnische U21-Nationalspieler dürfte sich somit in seiner Entscheidung pro FCK bestätigt sehen. Die Gespräche mit den Bossen und dem Trainer hätten ihm einfach "ein gutes Gefühl" gegeben. Gemeinsam mit Freunden und Familie habe er dann entschieden, dass der Wechsel an den Betzenberg der richtige Schritt sei.
Skyttä: Betzenberg das lauteste Stadion
Dass er mit kolportierten knapp zwei Millionen Euro Ablöse der teuerste Neuzugang der Pfälzer ist, ist für Skyttä kein Problem. "Natürlich ist das ein bisschen Druck, aber ich versuche nicht so viel daran zu denken und einfach mein Spiel zu machen", sagte er in entspanntem Ton.
Skyttä ist angekommen beim FCK, fühlt sich wohl und hat sportlich angedeutet, die erhoffte Verstärkung zu werden. Und, auch das ist bei Traditionsklubs wie dem FCK wichtig: Skyttä fühlt den Mythos Betzenberg. "Das Stadion ist toll, auch die Lage oben auf dem Berg gefällt mir. Es ist mit Sicherheit das lauteste Stadion, in dem ich bisher gespielt habe", sagte der Finne. Vielleicht kann er seinen nächsten Treffer ja dann gemeinsam mit den Fans feiern.