"Es war grundsätzlich ein sehr umkämpftes Spiel", fasst Fabian Kunze den 1:0-Heimsieg gegen Schalke im SWR-Sport-Podcast "Nur der FCK" treffend zusammen. "Ich glaube, jeder, der die Stimmung vor Ort oder dem Fernseher miterlebt hat, konnte sehen, dass bei vielen erstmal eine Anspannung, ein Druck abgefallen ist."
Der FCK hat gerade, mal wieder, einen größeren Umbruch im Kader hinter sich. Für Fabian Kunze ist das nicht ungewöhnlich, da er ähnliche Situationen bereits mehrfach in seiner Karriere erlebt hat: "Besonders wichtig für die Entwicklung sind Ergebnisse am Anfang. Natürlich wirst du als Mannschaft gefestigter, wenn du Siege holst. Es ist keinem geholfen, wenn du den schönsten Fußball spielst, aber jede Woche verlierst."
Fabian Kunze ist beeindruckt von den FCK-Fans
Beim Heimspiel gegen Schalke hat Kunze den 'Betze' zum ersten Mal im 'richtigen' Trikot erlebt: "Es war schon mal ganz geil, nicht ausgepfiffen zu werden direkt von Anfang an, sondern, dass einem zugejubelt wird." Über die Stimmung in Lautern hatte er sich zuvor beim ehemaligen Roten Teufel Boris Tomiak erkundigt, der inzwischen bei Kunzes Ex-Klub Hannover 96 kickt. "Lustigerweise war er mein Sitznachbar in der Kabine, wir haben natürlich viel darüber gesprochen. Er meinte, die Stimmung wäre immer brutal gut und dass ich mich darauf freuen könnte, hier zu spielen."
Seine Rolle auf dem Feld definiert Fabian Kunze vielseitig: '"Ich denke, ein moderner Mittelfeldspieler kann nicht nur abräumen." Man müsse auch das "Box-to-Box"-Spiel beherrschen und auch mal das Spiel machen können: "Grundsätzlich muss unser gesamtes Spiel noch besser und flüssiger nach vorne werden, das habe ich mir auch auf die Fahne geschrieben." Seine Hauptaufgabe sieht Kunze aber darin, vor der Abwehr abzuräumen.
Fabian Kunzes Zwillingsbruder Lukas kickt in Bielefeld
Das Talent für den Fußball liegt in der Familie. Fabians Zwillingsbruder Lukas ist auch Profi und spielt bei Arminia Bielefeld. In der Jugend auf Schalke und während der ersten Schritte im Herrenbereich beim SV Rödinghausen spielten beide zusammen. "Wir haben uns sehr oft umgetreten und auch beleidigt, das war grenzwertig. Aber danach war alles wieder gut", erinnert sich Kunze an die gemeinsame Zeit.
Warum Fabian Kunze persönlich noch eine offene Rechnung mit dem DFB-Pokal hat, wieso es seiner Meinung nach in Deutschland zu viele Gelbe Karten gibt und was er zu extrem langen Nachspielzeiten sagt, hören Sie in der neuen Folge unseres Podcast "Nur der FCK". Überall da, wo es Podcasts gibt.
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