"Ich glaube, ich bin ein sehr ekliger Spielertyp. Es tut oft weh, gegen mich zu spielen", erzählt FCK-Neuzugang Fabian Kunze freimütig beim "Media Day" der Pfälzer im Interview mit SWR Sport. "Ich bin eher für die groben Dinge zuständig." Dennoch will sich der 27-jährige Ostwestfale nicht als Treter inszenieren: "Ich habe auch ein sauberes Passspiel, das ist auch wichtig in der heutigen Zeit. Aber ich bin schon eher einer, der für die Mannschaft arbeitet." Für diese Mannschaft will er seine 1,93 Meter in so ziemlich jeden Zweikampf werfen.
Der Betzenberg hat Fabian Kunze zum FCK gelockt
Es spricht also vieles dafür, dass sich der zentrale, eher defensiv orientierte Mittelfeldspieler in der Pfalz schnell heimisch fühlt. Und das nicht nur, weil er sich in Kaiserslautern schon nach wenigen Wochen so gut auskennt: "Die Stadt ist ja nicht allzu groß." Aber sein Spielstil dürfte bei den Roten Teufeln gut ankommen: Denn die Fans des 1. FC Kaiserslautern lieben das Herz, lieben die Leidenschaft, lieben, was sie auf dem Betzenberg "ehrliche Arbeit" nennen.
Kunze kommt mit großen Ambitionen zum FCK
Und diese Fans waren - wie schon bei Stürmer Mahir Emreli - ein wichtiger Grund für Kunzes Wechsel. "Weil ich einfach auch Bock hatte, hier in dem Stadion zu spielen. Und nicht rauszukommen und erstmal ein paar Pfiffe gegen sich zu bekommen." Entsprechend groß die Vorfreude auf das erste Zweitliga-Heimspiel am 9. August gegen Schalke 04: "Ich kriege schon Gänsehaut. Das ist einfach geil, für solche Momente spielt man Fußball. Ich freu' mich drauf."
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Die weitgereiste FCK-Neuverpflichtung Mahir Emreli hat schon in einigen Stadien Tore geschossen. Auf eines freut sich der 28-Jährige aber ganz besonders: seine neue Heimat, den Betzenberg.
Denn rein sportlich hätte er auch bei Hannover 96 bleiben können. Für die Niedersachsen stand er in 96 Pflichtspielen auf dem Platz und war mit 82-Startelf-Einsätzen unumstrittener Stammspieler bei einem Klub, mit ähnlich viel Tradition, ähnlich viel Zweitliga-Renommee und ähnlichen Ambitionen. Doch er entschied sich für die Pfalz. "Ich will sportlich noch erfolgreicher sein."
Kunze strebt beim FCK eine Führungsposition an
Er könnte der Abräumer an der Seite von Mittelfeld-Motor Semih Sahin und hinter Kreativ-Spieler Marlon Ritter werden. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht habe ihn bereits freundlich aufgenommen: "Mit der Mannschaft merkt man schon, dass man in der Vorbereitung viel Zeit miteinander verbringt. Im Trainingslager sind wir auch nochmal enger zusammengerückt." Doch Kunze ist nicht gekommen, um sich mitziehen zu lassen: "Allein die Position gibt das so ein bisschen vor. Ich denke, dass ich Führung übernehmen muss, weil es eine sehr zentrale Position ist. Aber ich scheue mich nicht davor."