Der Gegner war letztlich eine Nummer zu groß: Der SC Freiburg hat das Endspiel der Europa League gegen Aston Villa mit 0:3 (0:2) verloren und den ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte verpasst. Der Sport-Club hielt lange gut mit, nach dem Doppelschlag der Engländer fehlten dann aber offensiv die Mittel, um noch einmal zurückzukommen.
Der SC Freiburg in der Einzelkritik
Noah Atubolu - Note 3
In seinem vielleicht letzten Einsatz für den Sport-Club war der umworbene Keeper bei einem ersten Abschluss von Morgan Rogers früh gefordert. Bei den Traumtoren von Youri Tielemans und Emiliano Buendia war Atubolu machtlos - ebenso wie beim 0:3 durch Rogers. Was zu halten war, hielt der 23-Jährige.
Lukas Kübler - Note 3
Kübler, Matchwinner im Halbfinal-Rückspiel gegen den SC Braga, zeigte sich hellwach in der Defensive, gewann die Zweikämpfe - wie nach einer halben Stunde, als er Rogers abkochte und anschließend das Publikum aufpeitschte.
Kübler konnte dann aber vor dem 0:3 Buendia nicht an der Hereingabe auf Torschütze Rogers hindern und wurde später ausgetauscht.
Matthias Ginter - Note 3
Der Dauerbrenner spielte jede Sekunde der 15 Europa-League-Spiele in dieser Saison. Ginter hatte von Beginn an jede Menge Arbeit mit den körperlich extrem starken Offensivkräften der Villans.
Nach der Pause war Ginter um Struktur im Aufbau bemüht, als die Engländer sich etwas weiter zurückzogen. Als Leader immer wieder am Anfeuern - wie nach seiner Rettungstat gegen Watkins.
Finale der Europa League Aston Villas Doppelschlag lässt den großen Traum des SC Freiburg platzen
Der SC Freiburg schlägt sich im bislang größten Spiel seiner Vereinsgeschichte 40 Minuten lang wacker, der Traum vom Titel aber platzt: Die Breisgauer unterliegen in Istanbul im Finale der Europa League gegen Aston Villa.
Philipp Lienhart - Note 4
An der Seite von Ginter leistete sich der österreichische Nationalspieler in der Anfangsphase im Spielaufbau einige Wackler, gemeinsam bekam das Duo das Zentrum anschließend aber in den Griff.
Lienhart kam beim dritten Gegentor durch Rogers einen Tick zu spät. Kurz darauf wurde der Innenverteidiger ausgetauscht.
Philipp Treu - Note 4
Der Linksverteidiger bekam den Vorzug vor Kapitän Christian Günter und sah bereits nach fünf Minuten die Gelbe Karte, arbeitete sich dann aber besser ins Spiel.
Treu wechselte nach Küblers Auswechslung auf die rechte Seite, legte einen engagierten, aber auch unauffälligen Auftritt hin.
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Nicolas Höfler - Note 3
Für den 36-Jährigen war es der letzte Auftritt im Freiburger Trikot, Höfler wird seine Karriere beenden. Der Routinier hatte in der 16. Minute die Möglichkeit zur Führung, verzog aber nach einem Standard knapp.
Höfler ließ sich im zweiten Abschnitt häufiger fallen, um sich gegen den tiefstehenden Gegner um Struktur im Spiel zu bemühen. Wurde in der 61. Minute ausgewechselt.
Maximilian Eggestein - Note 4
Der Dauerläufer im Mittelfeld der Breisgauer spulte wie gewohnt Kilometer um Kilometer ab, im Aufbau aber wegen des pressenden Gegners häufig überspielt. Nicht ganz so eingebunden wie Höfler, aber dennoch wichtig für die Balance, gerade im Rückzugsverhalten. Insgesamt eine
Jan-Niklas Beste - Note 3,5
Der 27-Jährige war wie seine Offensivkollegen zunächst hauptsächlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Offensiv ohne den ganz großen Einfluss, aber extrem eifrig und diszipliniert im Gespann mit Kübler. Kam beim 2:0 durch Buendia nicht mehr entscheidend in den Zweikampf.
In der zweiten Halbzeit hatte Beste mehr Aktionen im Ballbesitz, ihm fehlte aber die nötige Präzision bei Flanken. Der Flügelsüieler machte kurz vor dem Abpfiff für Kapitän Günter Platz.
Johan Manzambi - Note 3
Der Shootingstar der Saison war einen Tag nach der WM-Nominierung für den Schweizer Kader bemüht, die Fäden in die Hand zu nehmen, tat sich aber gegen die robuste Doppelsechs der Engländer schwer. Prüfte nach einer guten halben Stunde Keeper Emiliano Martinez mit einem tückischen Aufsetzer.
War insgesamt aktivster Freiburger, wich auf die Flügel aus, ging ins Dribbling, blieb aber auch glücklos.
Vicenzo Grifo - Note 4
Freiburgs Top-Torschütze im Wettbewerb zeigte großen Einsatz. Bekam in der 21. Minute von Matthew Cash das Schienbein poliert. Im Offensivspiel war Grifo bemüht, aber vor allem bei Standardsituationen mit Aktionen. Vor dem 0:2 auch ein wenig zu weit von Buendia entfernt.
In der zweiten Halbzeit war Grifo weiter sehr kämpferisch unterwegs, half immer wieder aus, nach vorne ging jedoch weiterhin nicht viel. Wurde in der 73. Minute ausgewechselt.
Igor Matanovic - Note 4
Der formstarke Kroate hatte schon nach wenigen Sekunden den ersten Abschluss. In der Folge unermüdlich im Anlaufen und mit körperlicher Präsenz in den Zweikämpfen. Brauchbare Zuspiele erreichten den 23-Jährigen aber zu selten, so rieb sich der Mittelstürmer in Luftduellen auf.
Lucas Höler (ab 61. Minute) - ohne Note
Warf sich wie Matanovic in jeden Zweikampf. Großen Einfluss aus Spiel konnte aber auch der 31-Jährige nicht mehr nehmen.
Max Rosenfelder (ab 61. Minute) - ohne Note
Reihte sich in der letzten halben Stunde zentral in die Abwehrkette ein. Zeigte sich auch in der Offensive.
Jordy Makengo (ab 73. Minute) - ohne Note
Ersetzte Kübler und verteidigte auf der linken Seite. Gegen die schnellen Konter der Villans keine leichte Aufgabe, die Makengo aber ordentlich löste.
Derry Scherhant (ab 73. Minute) - ohne Note
Sollte in der Schlussphase noch einmal für Impulse in der Offensive sorgen, hatte aber gegen einen abgezockten Gegner einen schweren Stand.
Christian Günter (ab 86. Minute) - ohne Note
Bekam in der Schlussphase seinen verdienten Einsatz, als das Spiel praktisch entschieden war.