In der 55. Spielminute des Bundesliga-Auftakts gegen Werder Bremen dürfte das Herz vieler Freiburger Fans dann vollends aufgegangen sein: Spielmacher Yuito Suzuki schickte seinen Mittelstürmer Igor Matanovic in die Tiefe. Der Kroate setzte sich elegant gegen die Bremer Defensive durch und fand mit einem brillanten Querpass erneut den Japaner Yuito. Und der vollendete zum 4:0 ins leere Tor, es war sein dritter Treffer, Vorlagengeber Matanovic hatte ebenfalls schon getroffen.
Dass Bremen in der 76. Spielminute noch Ergebnis-Kosmetik betrieb und auf 1:4 stellte, dürfte nur die wenigsten Freiburger Fans gestört haben, zu schön war dieser Spielzug, das gesamte Match, die Mühelosigkeit, mit der der Sport-Club die Gäste von der Weser abfertigte.
Drei Tore für Yuito Suzuki - und ein verspäteter Geburtstags-Anruf
"Ich glaube das Duo ist schon letztes Jahr abzusehen gewesen", sagte Matanovic im Interview mit SWR Sport nach dem Spiel zum guten Zusammenspiel mit Yuito. "Dass er ein guter Fußballer ist, wissen wir und mich freut es extrem, dass er drei Mal getroffen hat", sagte der Kroate. Und der dreifache Torschütze? Nach etwaigen Feierlichkeiten gefragt, winkte Yuito ab. Seine Mutter habe gestern Geburtstag gehabt, also werde er sie heute noch anrufen, erklärte der Japaner auf englisch im Interview.
Gute Stimmung also im Breisgau, bestätigt das 4:1 gegen Bremen doch einen Trend: In sämtlichen vier Pflichtspielen in der neuen Saison schossen die Freiburger stets mindestens drei Tore - und gewannen die Spiele ungefährdet.
Julian Schuster sieht noch mehr Entwicklungspotenzial bei Yuito
Natürlich muss man die aktuelle Topform der Freiburger auch ein wenig einordnen. Die vorigen Gegner waren nicht die namhaftesten und auch Werder Bremen ist in dieser Form sicher nicht als besonders starker Bundesligist zu bewerten. Dass auch bei den Freiburgern noch nicht alles perfekt gepasst hat, stellte Trainer Julian Schuster nach dem Abpfiff heraus. "Da waren ein paar unnötige, einfache Ballverluste, wo wir dem Gegner dann auch Möglichkeiten geben umzuschalten", erklärte der Coach. Nach einer fahrigen ersten Viertelstunde habe sein Team dann besser ins Spiel gefunden.
Auch zu seinem Mann des Spiels, Dreierpacker Yuito Suzuki, äußerte sich Schuster. "Wie bei jedem sind wir dran, ihn zu entwickeln, ihn besser zu machen. Da haben wir bei ihm auch noch ein gewisses Potenzial, dass er bei seiner Abschluss-Qualität noch zulegt. Aber das war heute ganz gut." Und wenn Yuito dieses Potenzial im Laufe der Saison noch abruft, wirkt es bestimmt noch leichtfüßiger, das Spiel der Freiburger.