"Vor dem Training ist es schon hart", gibt Semih Sahin offen zu. Das lange Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, bei dem gläubige Muslime sowohl auf Essen als auch auf Trinken verzichten, ist eine Herausforderung für den Fußballer. Gleichzeitig helfe das harte Training aber auch, das Fasten durchzuhalten, so Sahin lächelnd: "Das Harte vom Tag ist dann eigentlich rum, und die Zeit geht nach dem Training auch schnell vorbei", so der Mittelfeldspieler im Interview mit SWR Sport.
Natürlich fehle Energie, sagt Sahin. "Das merkt man schon. Auch ein bisschen Kraft im Training." Auch Kopfschmerzen durch den Verzicht auf Flüssigkeiten zählen zu den Folgen. Am meisten vermisse er jedoch den Kaffee am Morgen, erklärt er grinsend, "aber sonst ist es eigentlich okay."
Strategien für den Spieltag
Für das Auswärtsspiel am Sonntag gegen Preußen Münster will sich der 26-Jährige allerdings eine Auszeit genehmigen: "Da wir auf Auswärtsfahrt sind, werde ich nicht fasten", erklärt er. Mit Münster bekommen es die Roten Teufel mit einem Team zutun, das derzeit tief im Tabellenkeller zu finden ist. Sahin warnt dennoch: "Münster ist spielstark. Wir messen den Gegner nicht am Tabellenplatz. Wir können den größten Respekt zeigen, indem wir unsere beste Leistung bringen und die werden wir am Sonntag auf jeden Fall haben", ist sich der Sommerneuzugang sicher.
2. Bundesliga FCK gegen nächstes Kellerkind: Mahir Emreli vor Rückkehr gegen Münster
Vor dem Gastspiel in Münster kündigt Kaiserslauterns Trainer Torsten Lieberknecht Veränderungen in der Startelf an. Der lange verletzte Mahir Emreli könnte wieder eine Option sein.
Seine sportliche Leistung solle vom Ramadan jedenfalls nicht gefährdet werden - auch nicht bei Pflichtspielen selbst. "Am Spieltag werde ich sowieso nicht fasten." Auch deshalb hoffe er auf einen Sieg, sagt Sahin schelmisch: "Wenn wir gewinnen, kann man auch ein bisschen feiern."