Ex-Profi Oliver Unsöld als Interimstrainer

Nach der Trennung von Trainer und Sportdirektor: So geht es beim SSV Ulm 1846 weiter

Nach dem Brandbrief der Spieler Johannes Reichert und Christian Ortag und der Trennung von Trainer Moritz Glasbrenner und Sportdirektor Markus Thiele sind die Ulmer Fußballer auf der Suche nach der Zukunft. Das Training übernimmt vorerst NLZ-Leiter Oliver Unsöld.

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Von Autor/in Kersten Eichhorn

Es waren turbulente Tage an der Donau. Am Samstag die 0:5-Heimpleite gegen Hansa Rostock, am Sonntag der offene Brief von Johannes Reichert und Christian Ortag an den Aufsichtsrat mit der Bitte um einen Neuanfang, am Montagabend folgte dann die Trennung von Cheftrainer Moritz Glasbrenner und Geschäftsführer und Sportdirektor Markus Thiele.

Cheftrainer soll schnellstmöglich gefunden werden

Nach dem ruhigen Dienstag ohne Mannschaftstraining folgte dann am Mittwochmorgen der erste Schritt, das sportliche Vakuum zu füllen: Ab sofort übernimmt Oliver Unsöld, der Leiter des Ulmer Nachwuchsleistungszentrum, das Training der Drittliga-Profis. Der 52-jährige ehemalige Bundesliga- und Zweitligaprofi des SSV 1846 aus den 90er Jahren springt damit erst einmal in die Bresche und betreut die Mannschaft auch im Testspiel beim SCR Altach am kommenden Freitag. Dominik Schwärzel, der Vorsitzende des Aufsichtsrats: "Wir sind froh, dass Oli sich bereit erklärt hat zu helfen und in den kommenden Tagen das Training zu leiten", so Dominik Schwärzel, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, "das gibt uns die Zeit, einen geeigneten Cheftrainer zu finden. Diese enorm wichtige Position muss schnellstmöglich besetzt werden."

Oliver Unsöld ist seit fast zwei Jahren NLZ-Leiter in Ulm und gilt als eine Art "Urgestein" des Ulmer Fußballs (145 Spiele, davon 33 in der Bundesliga).

Ex-Coach Thomas Wörle als Kandidat?

Ob möglicherweise auch Thomas Wörle, der ehemalige Aufstiegstrainer der Schwaben, als Kandidat wieder ins Spiel kommt? Ein Gedanke, den viele Ulmer Fans seit Montag geradezu elektrisiert. Wörle war im vergangenen März als Chefcoach entlassen worden, als der SSV in der 2. Liga vom Abstieg bedroht war. Der 43-Jährige steht nach wie vor bis 2027 an der Donau unter Vertrag. Sein Nachfolger Robert Lechleiter hatte den Abstieg in die 3. Liga auch nicht mehr verhindern können.

Suche auch nach einem neuen Geschäftsführer Sport

Parallel läuft in Ulm auch die Suche nach einem Nachfolger für Markus Thiele als sportlich verantwortlicher Geschäftsführer. Bis dahin führt nach Informationen von SWR Sport der Vorstand des SSV 1846 Fußball, Thomas Oelmayer, gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Dominik Schwärzel und Matthias Gerlich, die laufenden Geschäfte.

Aktuell steht Ulm mit 13 Punkten aus 14 Spielen auch in der 3. Liga auf einem Abstiegsplatz, den Spatzen droht damit sogar der Sturz in die Viertklassigkeit.

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Kersten Eichhorn