Moritz Glasbrenner hat die Verantwortlichen vom SSV Ulm 1846 Fußball in seinen vier Spielen als Interimstrainer überzeugt. Darum haben sie ihn trotz der jüngsten 1:4-Niederlage beim FC Ingolstadt zum neuen Cheftrainer der Spatzen befördert. Der ehemalige U19-Trainer hat die Mannschaft am 19. September von Robert Lechleiter übernommen. Seitdem haben sich die Ulmer stabilisiert.
Darum hat Geschäftsführer Markus Thiele alle übrigen Ideen über den Haufen geworfen und Glasbrenner als Chef gesetzt: "Die ursprüngliche Planung sah eine andere Lösung vor, allerdings hat Moritz in den letzten zwei Wochen mit seiner inhaltlichen Arbeit sowie menschlich absolut überzeugt und deshalb haben wir uns dazu entschieden, ihn zum Cheftrainer zu machen", wird Thiele am Mittwoch in einer Vereinsmitteilung zitiert.
Glasbrenner zuvor in Paderborn und Münster
"Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das der Verein in uns setzt", sagte Glasbrenner. "Die Aufgabe gehe ich mit Demut aber auch mit großer Vorfreude an, da die Arbeit mit der Mannschaft in den letzten zwei Wochen großen Spaß gemacht hat." Dass der gebürtige Ulmer noch nicht die erforderliche Pro-Lizenz hat, war für die Beförderung anscheinend kein Problem. Die dafür eventuell fällige Geldstrafe an den DFB nehmen die Ulmer in Kauf.
"Wir haben diese Entscheidung einstimmig getroffen", sagte Vorstandsmitglied Thomas Oelmayer. "Es geht hierbei um eine gemeinsame Überzeugung und die haben wir bei Moritz zu 100 Prozent." Glasbrenner ist erst seit Sommer zurück in Ulm. Zuvor trainierte der studierte Mediziner den Nachwuchs des SC Paderborn und des SC Preußen Münster.