Wenige Minuten vor dem Anpfiff gab es ein Zeichen – für Fans und Verantwortliche des 1. FC Kaiserslautern. Fast pünktlich zum Jubiläumsspiel zum 125. Bestehen des FCK, begann es auf dem Betzenberg zu regnen: Fritz-Walter-Wetter, zur Feier des Tages. Die Fans auf dem Betzenberg präsentierten dazu noch eine Choreographie und sorgten mit der Stimmung noch vor dem Saisonstart bei Coach Torsten Lieberknecht für Gänsehaut. "Unglaublich. So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte der Trainer im Gespräch mit SWR Sport und blickte in seinem schwarzen Trainingsanzug fast ungläubig auf die selbst bei diesem Testspiel gut gefüllten Ränge des Stadions.
Neuzugänge zum Jubiläumsspiel
Gleich fünf Neuzugänge durften gegen die AS Rom von Beginn an ran. Lieberknecht betonte, dass viele Spieler gegen das italienische Team noch einmal die Chance bekommen sollten, sich zu präsentieren. "Der Konkurrenzkampf war der Gewinner der Vorbereitung", so Lieberknecht.
Der FCK bemühte sich, von Beginn an Druck zu machen und spielte sich (7. Minute/9.) gleich zwei Torannäherungen heraus, blieb im Abschluss aber zu harmlos. Während es Vereinslegende Walter bei einem kleinen Gruß beließ und sich die Sonne nach der Anfangsphase durchsetzte, war die Roma mehr in Geberlaune.
Rom geht nach Krahl-Patzer in Führung
In der 16. Minute nutzte Evan Ferguson einen Patzer von FCK-Keeper Julian Krahl und drückte den Ball zum 1:0 für die Gäste über die Linie. Highlights oder Torchancen für die Gastgeber blieben bis zur Halbzeit Mangelware – zumindest auf dem Platz. Auf den Rängen sangen sich die FCK-Fans trotz des Pausenstands schon einmal warm für den Ligastart.
Nach der Pause, die Lieberknecht für gleich mehrere Wechsel nutzte, kam Kaiserslautern wieder mutig aus der Kabine, die Roma fand nach gut einer Viertelstunde im zweiten Durchgang wieder besser ins Spiel. Ein Ausrufezeichen aber setzte nach knapp einer Stunde der FCK. Nach einer Flanke von Daniel Hanslik war Ivan Prtajin, Neuzugang von Union Berlin, zur Stelle, brachte den Ball aber nicht im Tor unter.
Hengen: "Transferfenster ja noch offen"
Das gelang dem FCK auch in der Schlussphase der Partie nicht. Und so musste sich das Team von Trainer Lieberknecht dem italienischen Serie-A-Club mit 0:1 geschlagen geben. Gänsehaut hatten viele auf dem Betzenberg an diesem Sommerabend trotzdem.
"Es war ein guter Test", sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen nach der Partie bei SWR Sport. "Wir hätten den Fans gern ein Tor geschenkt, aber wir haben uns bewusst für einen Topgegner entschieden." Hengen deutete zudem weitere Veränderungen im Kader an. "Das Transferfenster ist ja noch offen", sagte er. Die Fans feierten derweil schon ihr Team und 125 Jahre FCK.