Fußball | 2. Bundesliga

Kaiserslautern freut sich aufs Derby: Nach Bochum ist vor dem KSC

Nach dem 3:2-Sieg gegen den VfL Bochum herrscht beim 1. FC Kaiserslautern gute Laune. Auf dem Betzenberg blickt man mit Vorfreude auf das Derby gegen den Karlsruher SC.

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Von Autor/in Pirmin Styrnol

Es ist nass, kalt und windig auf dem Betzenberg, als Torsten Lieberknecht nach der Trainingseinheit seines FCK vor die SWR-Kamera tritt. Der Cheftrainer grinst trotzdem zufrieden: "Es hat alles gepasst", sagt er mit Blick auf den 3:2-Sieg gegen den VfL Bochum vom Wochenende. Auch am Samstag nieselte es unangenehm: "Fritz-Walter-Wetter, das typische Betze-Wetter." Die Mannschaft habe sich den Sieg erarbeitet. "Das A und O waren die Basics. Wir hatten das im Vorfeld thematisiert: Zweikämpfe, Leidenschaft, Mentalität", lobt der Coach.

Torhüter Julian Krahl sieht das ähnlich: "Ích denke, wir haben das Spiel gestern über den Kampf gewonnen", findet er und gibt zu: "Die Unterstützung, besonders von der Westkurve, ist immer brutal. Und das peitscht auch nach vorne in der zweiten Halbzeit." Die FCK-Anhänger als Motor also, solche Aussagen ist man gewohnt aus Kaiserslautern. Kein Wunder also, dass Lieberknecht den Fans das Prädikat "wichtigstes Sprachrohr eines Vereins gibt".

Prtajin-Aufstellung per Emoji

Umso mehr freut den Cheftrainer, dass dieses Sprachrohr seinen derzeit erfolgreichsten Stürmer weiter motiviert - Doppeltorschütze Ivan Prtajin verließ das Feld am Samstag unter Standing Ovations. "Weil sie eben auch sehen, dass er nicht nur Tore schießt", weiß Lieberknecht. Es sei die die Art und Weise, wie er sich jedem Zweikampf stelle, die ihn so wichtig mache, lobt er Coach.

Zumal Prtajins Einsatz gegen Bochum lange auf der Kippe gestanden habe, der Stürmer hatte unter der Woche nicht voll trainieren können: "Ich habe ihm gesagt, um Punkt 20 Uhr muss ein Emoji kommen - Daumen hoch oder Daumen runter - und dann weiß ich Bescheid. Um Punkt 20 Uhr kam der Daumen hoch. Also habe ich ihn aufgestellt." Die richtige Entscheidung. Prtajin trug mit zwei Treffern maßgeblich zum FCK-Erfolg bei.

Lieberknecht freut sich auf Derby gegen FCK

Einen Erfolg, den sich die Roten Teufel auch im Derby mit dem Karlsruher SC erhoffen. "Der KSC ist mit uns die heimstärkste Mannschaft", weiß Lieberknecht. Auch in Karlsruhe spielen die Fans also eine große Rolle. "Es wird eine große Herausforderung, aber der wollen wir uns stellen", sagt der Fußballlehrer selbstbewusst. Das Spiel am 18. Oktober wird dabei durchaus richtungsweisenden Charakter haben. Beide Mannschaften sind punktgleiche Tabellennachbarn (15 Punkte). Der Sieger des Duells wird den Anschluss an die Aufstiegsplätze halten können.

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Pirmin Styrnol