Bundesliga

"Das schmerzt" - Hoffenheims "surreale" Niederlage gegen den BVB

Die TSG Hoffenheim liefert gegen den BVB lange eine tolle Leistung ab, doch dann läuft alles gegen die Kraichgauer.

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Von Autor/in Michi Glang

Nein, dieses Spiel hätten sie nicht verlieren dürfen. Das strahlten die Gesichter der Profis von der TSG Hoffenheim nach dem 2:3 (1:0) gegen Borussia Dortmund aus. Und sie lagen richtig damit: Mit einer tollen Vorstellung hatten sich die Kraichgauer über eine Stunde für die Auftaktniederlage beim 1. FC Köln rehabilitiert - und standen doch mit leeren Händen da.

Leon Avdullahu (45. Minute) per Traumtor und Tim Lemperle (54.) hatten ein hochverdientes 2:0 herausgeschossen, bevor das Unheil aus TSG-Sicht seinen Lauf nahm. Serhou Guirassy sorgte für den Anschluss (61.), Fabio Silva legte schnell nach. Ein Eigentor von Albian Hajdari (87.) besiegelte die Niederlage für die Mannschaft Trainer Christian Ilzer.

Für die TSG Hoffenheim läuft gegen den BVB alles schief

"Eine Spitzenmannschaft hat das gnadenlos ausgenutzt in dieser Phase und den Doppelschlag gesetzt. Wir haben ein bisschen in der Konsequenz nachgegeben", sagte Ilzer im Sportschau-Interview über die fünf Minuten, in denen die Führung flöten ging. Dem Anschluss hätte aus Sicht der Österreichers aber die Anerkennung verweigert werden müssen. "Vor der ersten Szene ist es aber ein ganz klares Foul, das Tor darf niemals zählen", so Ilzer.

Auch Torschütze Avdullahu bemängelte die fehlende Konsequenz der Gastgeber. "Nach dem 2:0 dachten wir, dass wir das Spiel schon gewonnen haben. Ich glaube, wir wurden einfach zu gemütlich. Das geht einfach nicht, daraus müssen wir lernen", sagte der 22-Jährige.

In der ersten Stunde war die TSG die klar bessere Mannschaft gewesen, hätte sogar höher führen können. So hatte kurz vor dem Anschluss Adam Hlozek den dritten Treffer für die TSG verpasst. "Das wäre sicher der Schlüssel gewesen, wenn wir auf 3:0 stellen. Es ist uns nicht gelungen", sagte Ilzer. "Es fühlt sich nach dieser Leistung etwas surreal an, aber wir müssen es so nehmen."

Vor allem müsse man aber auch vieles aus dem Spiel mitnehmen, so der Trainer. "Viele Dinge waren sehr, sehr gut heute", sagte Ilzer. Doch aktuell nutzen die Gegner der Hoffenheimer die phasenweise fehlende Konsequenz gnadenlos aus. "Ich hatte nach dem Doppelschlag das Gefühl, dass wir es sind, die aufs 3:2 gehen. Am Ende bleibt nichts übrig - das schmerzt. Aber wir gehen weiter und bleiben auf diesem Weg", sagte Ilzer.

VfB und Paderborn warten auf die TSG Hoffenheim

Der eingeschlagene Weg mit "einigen Korrekturen" sei sicher der richtige, ist Ilzer überzeugt. Und tatsächlich: Wenn die TSG an die spielerische Qualität der ersten Stunde anknüpfen kann, sind die ersten Punkte in der Bundesliga-Saison eine Frage der Zeit.

Die nächste Aufgabe ist bermals eine schwere: Am kommenden Samstag empfängt Hoffenheim den VfB Stuttgart zum Südwest-Duell. Für Ilzer kein Problem: "Wir brauchen jetzt kein laues Lüftchen, sondern gleich die komplette Stärke der Gegner. Damit wir gleich sehen, was wir noch verändern wollen und bestätigt bekommen, was schon gut ist." Vor der Länderspielpause steht dann noch das Auswärtsspiel bei Aufsteiger SC Paderborn auf dem Programm.